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"Sei gesegnet ohne Ende"

Das Ringen um die Bundeshymne zieht sich eigentlich durch die ganze erste Republik. Zunächst gab Staatskanzler Renner selbst zusammen mit dem Komponisten Wilhelm Kienzl dem Land ein musikalisches Signet, aber populär wurde die offiziell nie in Kraft gesetzte sogenannte "Renner-Kienzl-Hymne" nie. Vor allem in bürgerlichen Kreisen wurde die Wiedereinführung der Melodie der "Volkshymne" der alten Monarchie dringend gefordert. Dies wurde 1929 mit der sogenannten "Kernstock-Hymne" tatsächlich vollzogen. Der Text stammte von dem deutschnationalen Priester und Schriftsteller Ottokar Kernstock (+1928). Es ist dies im Kontext einer konservativen Rückbesinnung auf die Werte der Vergangenheit zu sehen.
Österreichische Mediathek, E05-00015