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Italienischer Kurs

Reportage aus dem italienischen Parlament. März 1936
Beim Kampf gegen den nationalsozialistischen Druck aus dem Deutschen Reich und im eigenen Land suchte der autoritäre Ständestaat Österreich die Unterstützung des damals noch antideutschen faschistischen Italien. - Die Aufnahme entstand bei einem Treffen der Länder der "Römischen Protokolle" (17. 3. 1934) Italien, Ungarn und Österreich in Rom, an dem die drei Regierungschefs Mussolini, Gömbös und Schuschnigg teilnahmen.
Die italienische Unterstützung für Österreich nahm um diese Zeit immer mehr ab, weil Italien durch seine aggressive Außenpolitik (Überfall auf das damals noch Abessinien genannte Äthiopien im Oktober 1935 und dann die Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg ab Sommer 1936) in eine Isolierung geriet, die durch das Näherrücken an das Deutsche Reich kompensiert wurde. Ein erstes Ergebnis dieser Veränderungen war der deutsch-österreichische Vertrag vom Juli 1936, in dem Österreich seine scharfe anti-nationalsozialistische Linie aufgeben musste.
(Ausschnitt). Österreichische Mediathek, 11-01522