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Musik
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Gottfried von Einem

24.1.1918, Bern - 12.7.1996, Oberdürnbach

Der Besuch der alten Dame, 3. Akt
Uraufführung Wiener Staatsoper 23.5.1971; Interpreten: Christa Ludwig (Mezzosopran), Eberhard Wächter (Bariton), Horst Stein (Dirigent); Label: Amadeo 419 552-2, 1990 (Ausschnitt)

Frühe Erfolge errang Gottfried von Einem mit seinen Jugendkompositionen zu Beginn der 1940er Jahre in Berlin, sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit der 1947 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Oper „Dantons Tod“.

Das Musikleben Österreichs gestaltete Einem in zahlreichen öffentlichen Funktionen mit: So war er von 1948 bis 1951 Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, 1969 Mitbegründer des Carinthischen Sommers; als Mitglied der Gesellschaft für Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM), deren Präsident er von 1965 bis 1970 war, setzte er sich für das Urheberrecht ein, und als Lehrbeauftragter an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst hatte er von 1963 bis 1973 eine Professur für Komposition inne.

In seinem kompositorischen Schaffen errangen vor allem seine Opernkompositionen größeren Bekanntheitsgrad, wie „Der Prozess“ nach Franz Kafka (Uraufführung Salzburg 1953) oder „Der Besuch der alten Dame“ nach Friedrich Dürrenmatt ( Uraufführung Wien 1971). Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte Ingrisch als Librettistin entstanden die Mysterienoper „Jesu Hochzeit“ (1980) und das Spätwerk „Der Tulifant“ (1990).

Sowohl in seinem Opernschaffen als auch in seinen Instrumentalwerken gilt Einem als ein Vertreter der gemäßigten Moderne.

Copyright:

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Gottfried von Einem Musik-Privatstiftung.

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