

Ludwig van Beethoven
16.12.1770, Bonn - 26.3.1827, Wien
Sonate Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldstein“, 1. Satz: Allegro con brioInterpret: Friedrich Gulda (Klavier); Amadeo 431 117-2, 1968 (Ausschnitt)
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale", 3. Teil: "Lustiges Zusammensein der Landleute"Interpreten: Chicago Symphony Orchestra, Sir Georg Solti (Dirigent); © Decca 421 773-2, 1989 (Ausschnitt)
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale", 3. Teil: "Lustiges Zusammensein der Landleute"Interpreten: Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (Dirigent); aufgenommen: 11.1982, Berlin; Label: Deutsche Grammophon 415 066-2 (Ausschnitt)
Nach einer in Bonn verbrachten Jugend war Ludwig van Beethoven ab 1792 Schüler Joseph Haydns und Antonio Salieris in Wien. 1795 trat er erstmals mit eigenen Werken auf und fand rasch Eintritt in die Wiener Salons des Adels, der zu seinen Förderern zählte (unter anderem die Familien Waldstein, Lichnowsky, Esterházy, Rasumofsky, Kinsky, Lobkowitz). Schon zu seinen Lebzeiten als Komponist anerkannt und gefeiert, erlangte Beethoven rasch an Berühmtheit, seine Werke wurden häufig gespielt, vor allem in den Salons des Adels und des gehobenen Bürgertums, fanden aber auch den Weg in eine breitere Öffentlichkeit: so boten sich unter anderem anlässlich der zahlreichen Feierlichkeiten während des Wiener Kongresses 1814/15 Gelegenheiten zu vielbeachteten Aufführungen. Ein Gehörleiden, das sich um 1795 bemerkbar machte, führte langsam zu völliger Taubheit und zwang Beethoven seine Auftritte als Pianist und Dirigent zu beenden und sich nunmehr ganz dem Komponieren zuzuwenden. Die Konversationshefte, die ihm ab 1819 zur Kommunikation dienten, und deren größter Teil heute in der Deutschen Staatsbibliothek Berlin liegt, sind eine wichtige Quelle der Beethoven-Forschung. Das Leichenbegängnis Beethovens am 29. März 1827 wurde zu einer posthumen Ehrenbezeugung für den Künstler, an der mehr als 20.000 Menschen teilnahmen und auf dem die von Franz Grillparzer verfasste Grabrede vorgetragen wurde.
Die Schwerpunkte von Beethovens Schaffen liegen in der Instrumentalmusik. Die in seinen 9 Symphonien, 32 Klaviersonaten und 16 Streichquartetten vollendete Form der musikalischen Klassik wurde prägend bis in die Moderne des 20. Jahrhunderts.
Copyright:
Foto: © Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte, Wien - Bildarchiv.
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