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Österreichische Politiker unter alliierten Fahnen
Siegesparade der vier Alliierten anlässlich des 1. Jahrestages der Deutschen Kapitulation am 8. Mai 1946 unter Beteiligung österreichischer Regierungsvertreter am Stalinplatz (heute Teil des Schwarzenbergplatzes). (von links:) 3. von links Innenminister Oskar Helmer, dann Vizekanzler Adolf Schärf, Minister im Bundeskanzleramt Alois Weinberger, Bundespräsident Karl Renner, Bundeskanzler Leopold Figl, Staatssekretär im Innenministerium Ferdinand Graf, Wirtschaftsminister Peter Krauland und Außenminister Karl Gruber.© Mit freundlicher Genehmigung: bildarchivaustria/ÖGZ
1946-1949
Die Regierung Figl beruhte auf der Koalition zwischen ÖVP und SPÖ, die trotz ihrer programmatischen Gegensätze wußten, dass die Krise des Staates nur durch ihre Zusammenarbeit zu bewältigen war. Bis zum Jahr 1947 war auch noch die KPÖ mit einem Minister vertreten. Zu den großen innenpolitischen Themen der unmittelbaren Nachkriegszeit gehörten das Verhältnis zu den Besatzern, die Sanierung der Währung, die Verstaatlichung zentraler Wirtschaftsunternehmen und der Versuch, Löhne und Preise in einer noch sozial verträglichen Weise auszutarieren.
Gerhard Jagschitz zum Thema Innenpolitik, Interview am 30. November 2004. Österreichische Mediathek, V-10953-55
© mit freundlicher Genehmigung: Gerhard Jagschitz
Eintrittskarte

Eintrittskarte für eine Veranstaltung der ÖVP. 3. Juni 1945.Regierungsaufgabe für 1946: Einfluß der Besatzer auf die Wirtschaft reduzieren, Karl Renner, Neujahrsrede für 1946. ca. 31. Dezember 1945. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, E06-00090
Die Funktionalität der großen Koalition in der Anfangsphase der Zweiten Republik, Kommentar von Gerhard Jagschitz am 30. November 2004. Österreichische Mediathek, V-10953-55
© mit freundlicher Genehmigung: Gerhard Jagschitz
1947 - ein Jahr innenpolitischer Ruhe und wirtschaftlichen Aufschwunges, Neujahrsrede 1948 im Radio, Leopold Figl. 1. Jänner 1948. (Ausschnitt), Österreichische Mediathek, 9-03940
Den Rückblick auf das vergangene Jahr stellt Bundeskanzler Figl unter das Motto der großen Enttäuschungen, die Österreich beim Warten auf den Staatsvertrag erlitten hat; mit den eigenen Besitztümern werde man ganz anders agieren können, wenn man denn erst frei wäre; den Alliierten sei für vielerlei zu danken, auch der Sowjetunion, zu der man - nach Staatsvertragsabschluss - genauso gute Beziehungen haben werde. Innenpolitisch herrsche Ruhe, trotz des Ausscheidens der KPÖ aus der Koalition. Im nächsten Jahr delte es weiter zu arbeiten: "Es geht langsam, aber doch merklich aufwärts!" Ob 1948 der Staatsvertrag erreicht werden könne? Vielleicht könnte eine Einigung in Österreich der Beginn einer besseren Weltsituation sein.
Eröffnung des ÖVP-Parteitages durch Leopold Figl. 1949. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, 11-00977
Lied auf die ÖVP, Schluss eines Radioberichtes über den ÖVP-Parteitag. 1949. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, 11-00977