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Radio

Radio Wien

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Weihnachten

Die Familie ist versammelt. Weihnachten 1955.
© Mit freundlicher Genehmigung: ÖGZ/Cermak


   Unmittelbar mit der Besetzung des ehemaligen Deutschen Reiches und somit auch des österreichischen Staatsgebietes, begannen die vier Alliierten auch den wichtigen Machtfaktor der Medien unter ihre Kontrolle zu bringen. Beim Rundfunk bedeutete das die Gründung von vier Sendergruppen, aufbauend auf den teilweise zerstörten Sendeanlagen und Bürogebäuden und einen Rückgriff auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die schon vor und im Krieg für den Rundfunk gearbeitet hatten. Die Sendergruppe West in Dornbirn und Innsbruck unter französischer Aufsicht, die Sendergruppe Alpenland mit den Sendern in Graz, Klagenfurt und Schönbrunn in der britischen Zone, Radio Rot-Weiß-Rot, der amerikanische Sender in Wien, Salzburg und Linz und die RAVAG (Radio Verkehrs AG) mit dem Sender Radio Wien der unter sowjetischer Kontrolle stand. Neben diesen Rundfunksendern, die für die Österreicher deutschsprachige Programme sendeten, unterhielten die vier Großmächte aber auch Soldatensender für ihre Truppen in Österreich. Besonders der amerikanische - Blue Danube Network (BDN) - wurde wegen der modernen Musik bei vielen österreichischen Jugendlichen sehr beliebt.
Alle Sender waren mehr oder weniger von den zuständigen Militärbehörden abhängig. Die Amerikaner, aber auch die Briten, hatten schon langjährige Erfahrung im Umgang mit diesem Medium, was sich in der Programmgestaltung manifestierte. Außerdem stellten sie meist den Führungsstab im Sender und mussten nicht jene offensichtliche Zensurpolitik betreiben, wie es bei den Sowjets mit der RAVAG der Fall war, die von Österreichern verwaltet wurde. Diese Einflussnahme beim Rundfunk, wie auch in anderen Medien, war ein wichtiges Mittel im Kalten Krieg zwischen Ost und West.
Im Laufe der letzten Besatzungsjahre wurden UKW-Sender in Betrieb genommen, viele restriktiven Maßnahmen aufgehoben und bis zum Abzug der Besatzungsmächte die verschiedenen Sender nach und nach der öffentlichen Verwaltung übergeben.

Gerhard Jagschitz zum Medium Rundfunk während der Besatzungszeit. Interview am 2. Dezember 2004. Österreichische Mediathek, V-10954

© Mit freundlicher Genehmigung: Gerhard Jagschitz

Der Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer


Ansprache von Kardinal Innitzer bei der Weihnachtsfeier für Wiener Kinder im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. 22. Dezember 1948.
© Mit freundlicher Genehmigung: bildarchivaustria/ÖNB/USIS

Weihnachtsansprache von Kardinal Theodor Innitzer. 24. Dezember 1951. Gesendet auf Radio Wien I und Wien II von 18:04 bis 18:16 Uhr. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, E01-00716


Ein kleiner Modespaziergang in der Messewoche. Bericht von Radio Wien über eine Modeveranstaltung im Wiener Rathaus während der Wiener Herbstmesse. 16. Oktober 1946. 18:50 bis 19:00 Uhr. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, E01-00722


Fußballreportage von Heribert Meisel vom Länderspiel gegen Belgien in Wien. Gemeinsame Übertragungen von Radio Wien und Rot-Weiß-Rot. 23. März 1952. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, Sammlung Rot-Weiß-Rot, 9-03758


Österreich gewinnt mit 2:0. Die beiden Tore erzielt Ernst Stojaspal in der zweiten Spielhälfte. Übertragen wurde das ganze Spiel ab 16:00 Uhr. Die Sendergruppe Rot-Weiß-Rot übertrug bis 18:00 Uhr. Radio Wien stieg um 17:50 Uhr aus der Reportage aus, was die Rückgabe des Reporters an das Funkhaus verständlich macht. Das Funkhaus war der Sitz der RAVAG (Radio Verkehrs AG) mit dem Sender Radio Wien.

Über das Problem der sowjetischen Einflussnahme beim Sender Radio Wien. Wolf Harranth. Interview mit Peter Ploteny. Wien, den 27. Mai 2004. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, E10-00001

© Mit freundlicher Genehmigung: Wolf Harranth

Nachrichten der Russischen Stunde. Herbst 1950. Ö1 Patina-Sendung Nr. 110 "Radio aus den Besatzungszonen" vom 19. Oktober 1997. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, AX-00015

© Mit freundlicher Genehmigung: ORF