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Radio

Rot-Weiß-Rot

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Kind mit Radio. 29. November 1953.
© Mit freundlicher Genehmigung: ÖGZ/Cermak

Rot-Weiß-Rot Programmsplitter


   Unmittelbar mit der Besetzung des ehemaligen Deutschen Reiches und somit auch des österreichischen Staatsgebietes, begannen die vier Alliierten auch den wichtigen Machtfaktor der Medien unter ihre Kontrolle zu bringen. Beim Rundfunk bedeutete das die Gründung von vier Sendergruppen, aufbauend auf den teilweise zerstörten Sendeanlagen und Bürogebäuden und einen Rückgriff auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die schon vor und im Krieg für den Rundfunk gearbeitet hatten. Die Sendergruppe West in Dornbirn und Innsbruck unter französischer Aufsicht, die Sendergruppe Alpenland mit den Sendern in Graz, Klagenfurt und Schönbrunn in der britischen Zone, Radio Rot-Weiß-Rot, der amerikanische Sender in Wien, Salzburg und Linz und die RAVAG (Radio Verkehrs AG) mit dem Sender Radio Wien der unter sowjetischer Kontrolle stand. Neben diesen Rundfunksendern, die für die Österreicher deutschsprachige Programme sendeten, unterhielten die vier Großmächte aber auch Soldatensender für ihre Truppen in Österreich. Besonders der amerikanische - Blue Danube Network (BDN) - wurde wegen der modernen Musik bei vielen österreichischen Jugendlichen sehr beliebt.
Alle Sender waren mehr oder weniger von den zuständigen Militärbehörden abhängig. Die Amerikaner, aber auch die Briten, hatten schon langjährige Erfahrung im Umgang mit diesem Medium, was sich in der Programmgestaltung manifestierte. Außerdem stellten sie meist den Führungsstab im Sender und mussten nicht jene offensichtliche Zensurpolitik betreiben, wie es bei den Sowjets mit der RAVAG der Fall war, die von Österreichern verwaltet wurde. Diese Einflussnahme beim Rundfunk, wie auch in anderen Medien, war ein wichtiges Mittel im Kalten Krieg zwischen Ost und West.
Im Laufe der letzten Besatzungsjahre wurden UKW-Sender in Betrieb genommen, viele restriktiven Maßnahmen aufgehoben und bis zum Abzug der Besatzungsmächte die verschiedenen Sender nach und nach der öffentlichen Verwaltung übergeben.

Gerhard Jagschitz zum Medium Rundfunk während der Besatzungszeit. Interview am 2. Dezember 2004. Österreichische Mediathek, V-10954

© Mit freundlicher Genehmigung: Gerhard Jagschitz

Rot-Weiß-Rot Reporter


Vier Reporter des Radiosenders "Rot-Weiß-Rot" in Wien. Von links nach rechts (im Uhrzeigersinn): Peter Doerre, Ernst Hellebrand, Viktor Fit und Gerhard Stappen. Juni 1954.
© Mit freundlicher Genehmigung: bildarchivaustria/ÖNB/USIS


Die Radiofamilie


Aufnahme für die Sendereihe "Die Radiofamilie" im RWR-Studio Wien. Von links nach rechts: Guido Wieland, Elisabeth Markus, Vilma Degischer, Hans Thimig, Helly Servi und im Vordergrund Wolf Harranth. 20. Februar 1953.
© Mit freundlicher Genehmigung: bildarchivaustria/ÖNB/USIS

"Unsere Radiofamilie". Beliebtes Fortsetzungshörspiel um die Familie Floriani. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, E01-00686 und E01-00684

© Mit freundlicher Genehmigung: Rechtsnachfolge (Jörg Mauthe), Peter Weiser, ORF.

"Die Rot-Weiß-Rot-Reporter berichten". Sendungskennung. Ö1 Patina-Sendung Nr. 110 "Radio aus den Besatzungszonen" vom 19. Oktober 1997. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, AX-00015

© Mit freundlicher Genehmigung: ORF

"Der kleine Sandmann". Eine Gute Nacht-Sendung. Ö1 Patina-Sendung Nr. 110 "Radio aus den Besatzungszonen" vom 19. Oktober 1997. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, AX-00015

© Mit freundlicher Genehmigung: ORF

"Der Watschenmann". Das Watschenmannlied. Kennung der kritischen Satiresendung. Österreichische Mediathek, E05-00018


"Unser Radioparlament". Sendungskennung und Begrüßung der Diskussions- und Informationssendung von RWR durch Daniel Brier. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, Sammlung Rot-Weiß-Rot, 9-03946


"Literaturspiegel". Literatursendung von RWR. Ö1 Patina-Sendung Nr. 131 "Der letzte Tag bei RWR" vom 22. März 1998. (Ausschnitt). Österreichische Mediathek, AX-00018

© Mit freundlicher Genehmigung: ORF