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| Ostöffnung
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Ostöffnung

Der Eiserne Vorhang fällt



Weg mit den Grenzen

Österreichs Außenminister und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn beim Durchtrennen des Eisernen Vorhanges am 27. Juni 1989. Still aus dem Inlandsreport vom 9. November 1989. Österreichische Mediathek, V-00931
ORF


   Die Entwicklung der Sowjetunion seit 1985 unter Präsident Gorbatschow mit seiner Reformpolitik von Perestroika und Glasnost, war ein Schritt weg vom Kalten Krieg, angetrieben durch die desolate Lage und die damit verbundene Machtüberdehnung der UdSSR. Dies wirkte sich auch auf die Satellitenstaaten in Osteuropa aus. Bestrebungen nach Veränderung, die schon viel früher eingesetzt hatten, aber unterdrückt wurden (Charta 77, Solidarność,...), konnten nun von reformbereiten kommunistischen Politikern aufgegriffen werden und westliche Prinzipien (freie Wahlen, Reise- und Pressefreiheit, Privatwirtschaft,...) wurden mehr oder weniger rasch umgesetzt.
Reformen und die Grenzöffnung in Ungarn im Mai 1989 erzeugten durch die Flucht vieler DDR-Bürger, die diese Möglichkeit nutzten, Hoffnungen in der Bevölkerung und Druck auf die Machthaber der DDR. Erich Honecker trat zurück, und am 9. November 1989 wurde die Berliner Mauer geöffnet. In Polen wurde bei Wahlen im Juni 1989, die nach einer Streikwelle 1988 zugesichert worden waren, die Opposition gestärkt. In der Tschechoslowakei führten im November 1989 Massendemonstrationen und Streiks ("Samtene Revolution") zu Neuwahlen und Vaclav Havel wurde Präsident. In Rumänien, wo es nach dem Mauerfall und der Wende in der DDR im Dezember 1989 zu Protesten kam, konnte die Gewaltherrschaft erst nach blutigen Kämpfen gegen die Securitate und nach der Hinrichtung des Diktators Ceausescu beendet werden.

Ein symbolischer Akt

Ein symbolischer AktÖsterreichs Außenminister und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn beim Durchtrennen des Eisernen Vorhanges am 27. Juni 1989. Still aus dem Inlandsreport vom 9. November 1989. Österreichische Mediathek, V-00931
ORF

Österreichs Außenminister und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn beim Durchtrennen des "Eisernen Vorhanges" am 27. Juni 1989. Inlandsreport vom 9. November 1989. (Ausschnitt) Österreichische Mediathek, V-00931


Bericht über den Besuch des ungarischen Außenministers in Österreich und über das symbolische Durchschneiden des "Eisernen Vorhangs". Durchgeführt von den beiden Außenministern Gyula Horn und Alois Mock. Ö1-Abendjournal vom 27. Juni 1989. (Ausschnitt) Österreichische Mediathek, JA-890627


Durch die durchlässig gewordene ungarische Grenze flüchten immer mehr DDR-Bürger nach Österreich. Nachrichtenüberblick im Rahmen des Ö1-Mittagsjournals vom 26. August 1989. Sprecher: Peter Fichna. (Ausschnitt) Österreichische Mediathek, JM-890826


Besonders aus der CSSR (Tschechoslowakei) kommen vor Weihnachten viele Gäste in die österreichischen Städte, um "zu schauen". Sie werden daher zum Hauptfaktor im Autoverkehr. Ö1-Mittagsjournal vom 16. Dezember 1989. (Ausschnitt) Österreichische Mediathek, JM-891216