Sammlung Nationalfonds/Zukunftsfonds

Interviews mit Verfolgten des NS-Regimes

LAUFZEIT: 02/2014 – 03/2018

Projektleitung MenschenLeben: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Jagschitz

Projektleitung Mediathek: Mag. Dr. Gabriele Fröschl

Projektkoordination: Mag. Johannes Hofinger

Projektmitarbeiterinnen: Mag. Eva Hallama, Mag. Christina Linsboth, Mag. Melanie Dejnega

FÖRDERGEBER

INHALT

Sowohl für den Nationalfonds als auch den Zukunftsfonds der Republik Österreich ist eine Kernaufgabe ihrer Arbeit die Förderung von wissenschaftlichen, künstlerischen und pädagogischen Projekten, deren Grundlage das Gespräch mit Zeitzeug/innen bildet, die während der NS-Zeit verfolgt wurden und Repression und Diskriminierung erlitten haben. Diese Gespräche wurden zumeist mittels Audioaufnahmengeräten und/oder Videokameras aufgezeichnet, entsprechend der jeweiligen Fragestellung ausgewertet und nach Abschluss der Arbeit häufig zu den Akten gelegt. Nur in wenigen Projekten haben die Antragsteller/innen bereits während der Arbeitsphase an die langfristige Archivierung und Zugänglichkeit des Materials für weitere Forschungen gedacht und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Der Großteil von ihnen besitzt die Interviewaufnahmen derzeit noch, kann aber eine fachgerechte Langzeitarchivierung weder finanziell noch personell umsetzen, ganz zu schweigen von der öffentlichen Zugänglichkeit des Materials. Trotz der immensen zeitgeschichtlichen Bedeutung der Gespräche müssen etliche Aufnahmen bereits heute als unwiederbringlich verloren gelten. 

ZIELE

Die Sammlung Nationalfonds/Zukunftsfonds sichert retrospektiv jene Interviews, die in Projekten entstanden sind, die vom Nationalfonds und/oder vom Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert wurden. Durchgeführt vom Oral History Projekt MenschenLeben und in Kooperation mit den beiden Fonds übernimmt die Österreichische Mediathek die systematische Sammlung, Digitalisierung, Langzeitarchivierung und Zugänglichmachung dieser Gespräche. In den Räumlichkeiten der Mediathek stehen die Aufnahmen der Wissenschaft, den Medien, Familienangehörigen und der interessierten Öffentlichkeit für weiterführende Forschungen zur Verfügung.

Bei Vorliegen der Werknutzungsrechte sind die übernommenen, digitalisierten und langzeitarchivierten Interviews über Österreich am Wort online verfügbar und bieten somit einen niederschwelligen Zugang für die Forschung und für Interessierte

BEISPIELE AUS DER SAMMLUNG

Arie und Chava Feier flohen aus dem nationalsozialistischen Wien nach Palästina. Im Rahmen des Projekts „Herklotzgasse 21“ erzählten sie ihre Lebensgeschichten. (Bild: W24 / Projekt Herklotzgasse 21)

Helga Kinsky wurde als Kind in das Ghetto Theresienstadt deportiert. 2011 hat sie Vinko Nino Jaeger für das Erinnerungsprojekt „Fathomizing Memory“ interviewt.

(Bild: Vinko Nino Jaeger)

Foto- und Erinnerungsalbum der Familie Feier

(Bild: W24 / Projekt Herklotzgasse 21)