Altes Handwerk, Bräuche und Rituale

Was heute gang und gäbe ist, kann morgen schon veraltet und übermorgen (fast) vergessen sein. So ist es auch mit den Fertigkeiten und Bräuchen, die in Interviews zur Sprache kommen. Von Generation zu Generation weiter­gegebenes Wissen aus Haushalt und Handwerk hat mit der Mechanisierung und Automatisierung seine Bedeutung verloren und ist nur mehr einem kleinen Kreis von Traditionalisten bekannt.

Das Aufbahren von Toten in der eigenen Schlafkammer – über Jahrhunderte im ländlichen Bereich üblich – ist heute undenkbar, da gesetzlich verboten.

Und die Riten der Dorfgemeinschaft, vom "Brautstehlen" bei Hochzeiten über das "Firstfahren" beim Hausbau bis zur "Zehrung" beim Begräbnis, geraten zunehmend in Vergessenheit. Diesen Wandel des Alltagslebens halten die Interviews des Projekts MenschenLeben fest. 

Karl Walchensteiner
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Oral History Interview mit Karl Walchensteiner - 3. Teil [Ausschnitt]

Karl Walchensteier ist Schuster und beschreibt in Vergessenheit geratene Techniken wie „Vorschuachen“ und „Belegtscherfel z‘reissen“.

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Oral History Interview mit Berta Duft - 1. Teil [Ausschnitt]

Berta Duft erinnert sich an Bräuche in ihrer Jugend, wie das Verkleiden als Krampus oder das „Firstfahren“.

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Oral History Interview mit Annemarie Indinger – 6. Teil [Ausschnitt]

Annemarie Indinger erklärt, was „Verspengen“ ist.

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Oral History Interview mit Maria Steinhauser - 5. Teil [Ausschnitt]

Maria Steinhauser erzählt von Totenritualen und der Aufbahrung im Wohnhaus. 

00:02:27
Oral History Interview mit Wilfried Sandrell - 7. Teil [Ausschnitt]

Wilfried Sandrell war Obmann des Vereins für Funkenzunft.

Diese Ausstellung ist im Rahmen des Projektes Österreich am Wort entstanden.
Ein Großteil der Medien ist dort in voller Länge abrufbar.