Im Niemandsland zwischen den Gezeiten
This medium is part of the overall work Salzburger Nachtstudio
Catalog slip
| Title | Im Niemandsland zwischen den Gezeiten |
| Title addition |
Betrachtungen zum Phänomen Ernst Jünger |
| Playing time | |
| Authors and Contributors |
Jünger, Ernst
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Date |
1995.04.29 [Sendedatum] |
| Type | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signature | 11-00202_K01, 11-00202 |
| Media type | Mediendatei |
| Complete work/Series | Salzburger Nachtstudio |
Information
Content
Zum 100. Geburtstag des Autors. - "Jünger ist, nicht zum Nachteil seiner Schriften, ein schillernder Autor geblieben. Das kompliziert die Arbeit des Interpreten", schreibt Martin Meyer in seiner umfangreichen Studie über das Werk eines Schriftstellers, der auch noch in seinem hundertsten Lebensjahr zur Feder greift und publiziert: "Wenn Ernst Jünger nicht mehr nur im Schattenriß wahrgenommen sein soll, muß er sorgfältig, extensiv und neu gelesen werden." Ernst Jünger ist bis heute ein umstrittener Autor geblieben. Über sein umfangreiches, thematisch weitgespanntes Werk, bestehen viele unterschiedliche Meinungen, aber auch viel Desinformation. In seinen Werken findet sich aber eine alle thematischen Varianten verbindende Haltung, die das Konkrete unmittelbar in das Zeitlose und Metaphysische übersetzt, ohne dem historischen Zusammenhang einer ebenmäßig gearbeiteten, ausgefeilten Sprache, deren stilistische Reinheit die einen beeindruckt,während die anderen sich über den "zu hoch angesetzten Ton" mokieren. Das "Salzburger Nachtstudio" versucht, aus der Summe der Bewertungen,der Kritik wie der Verherrlichung Ernst Jüngers Schlüsse auf das spezifische "Phänomen" zu ziehen, das dieser Autor ganz sicher darstellt:nicht nur durch seine lange Lebensdauer,sondern auch als ambivalenter Zeuge und Chronist des Jhdts. Daran knüpfen sich aber auch aktuelle Fragen wie die Neubewertung der dt. Nation nach 1989 und die selbstbewußte Artikulation eines neuen "rechten Denkens", für das Ernst Jünger als Spiegelfläche und symbolischer Bezugspunkt dienen mag. (orf)