Übernahme der Führung der "Vaterländischen Front" durch Bundeskanzler Schuschnigg und Rücktritt ihres Generalsekretärs Walter Adam
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| Title | Übernahme der Führung der "Vaterländischen Front" durch Bundeskanzler Schuschnigg und Rücktritt ihres Generalsekretärs Walter Adam |
| Title addition |
Rundfunkübertragung der Veranstaltung |
| Playing time | 00:05:44 |
| Contributors |
Adam, Walter [Redner/in]
[GND
]
Anonym, Reporter, Reporterin [Reporter/in] |
| Date |
1936.05.15 [Aufnahmedatum] |
| Place |
Wien [Aufnahmeort]
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| Keywords | Politik Österreich ; Gesellschaft ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Ständestaat ; Erste Republik ; Radio ; Reportage ; Propaganda ; Reden und Ansprachen ; Festakte ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Spatial classification |
Österreich
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
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| Type | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Language |
Deutsch |
| Signature | Österreichische Mediathek, 99-36001_k02 |
| Media type | Mp3-Audiodatei |
Information
Content
Collection history
Notes on the content
Die propagandistische Sprache des Austrofaschismus unterschied sich stark sowohl von der Sprache des italienischen Faschismus als auch von der des Nationalsozialismus. Die ständestaatliche Diktion verzichtete auf den Theaterdonner eines Mussolini ebenso wie auf die Aggressivität und Ekstase eines Hitler. Sie war gekennzeichnet von einer übersteigerten Getragenheit und einem sehr bemühten Versuch um Vollendung des Ausdrucks. Vielleicht kann in diesem Bemühen eine Art von Anwärterschaft, ja der Ausdruck des Wunsches nach Erbe und Nachfolge der großen kulturellen Sendung der versunkenen Monarchie verstanden werden. Aber gerade dieses Ansinnen führte mitunter zu einer unfreiwillig komischen Note. Wenn die Monarchie schon während Ihrer Existenz von vielen Zeitgenossen als ein Anachronismus in einem Europa des Aufbruches in die Moderne betrachtet wurde, so wirkte der Pomp des Ständestaates manchmal wie „die Maus, die brüllte“.