In Sivas wachsen die Dichter
Catalog slip
| Title | In Sivas wachsen die Dichter |
| Title addition |
deutsche Version |
| Playing time | 01:19:30 |
| Authors |
Bauer, Werner [Wiss. Verfasser/in]
Manafi, Said [Gestaltung] [GND] Manafi, Said [Kamera] [GND] |
| Contributors |
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
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| Date |
1994 [Produktionsdatum] |
| Place |
Sivas [Aufnahmeort]
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| Keywords | Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Politik ; Ethnologie ; Religion ; Soziales ; Tanz ; Volksmusik - Volksmusik international ; Festakte ; Krisen und Konflikte ; Dokumentation ; Islam ; Politische Verfolgung ; Ethnie ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Spatial classification |
Türkei
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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| Type | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Numbers |
C 2438 |
| Language |
Türkisch Deutscher Kommentar mit Untertitel |
| Signature | Österreichische Mediathek, vx-04028_01_k02, vx-04028_01_k01 |
| Media type | MPG-Videodatei |
Information
Content
Die türkischen Aleviten stellen eine unorthodoxe und in mancher Hinsicht "liberale" Richtung innerhalb der islamischen Schi'a dar. Von der Mehrheit der türkischen Sunniten wurden die Aleviten, die etwa 20 Prozent der Bevölkerung stellen, jahrhundertelang unterdrückt und als Ungläubige verachtet. Im religiösen Kult der Aleviten spielen Musik und Tanz eine zentrale Rolle. Der Musiker wird Ashik - "Liebender" - genannt; er ist Dichter und Interpret in einer Person. Seine Lieder erzählen vom Leidensweg der Aleviten, von ihrer Unterdrückung und Demütigung, aber auch von ihrer Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Die Wurzeln der alevitischen Musik liegen auch heute noch in der Religion, allerdings ist das künstlerische Schaffen der modernen Ashiks vom politischen Protest gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit geprägt.
Collection history
Notes on the content
"In Sivas wachsen die Dichter" wurde beim 15. Filmfestival "Bilan du Film Ethnographique" der Société Française d'Ethnomusicologie in Paris im März 1996 von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz von Jean Rouch mit dem Prix BARTOK ausgezeichnet.
Eine englische Version des Films ist ebenfalls online abrufbar: siehe Signaturnummer VX-04029_01