Geiselnahme und Terror in Marchegg [Ausschnitt]
Catalog slip
| Title | Geiselnahme und Terror in Marchegg [Ausschnitt] |
| Playing time | 00:04:48 |
| Authors |
Herr Ministerialrat Erben [Verfasser/in und Vortragende/r]
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| Contributors |
ORF Radio Österreich 1 [Produzent]
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| Date |
1973.09.28 [Sendedatum] |
| Keywords | Gesellschaft ; Politik Österreich ; Politik ; Terror ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Spatial classification |
Österreich
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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| Type | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Language |
Deutsch |
| Rights |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signature | Österreichische Mediathek, 9-03922_b02 |
| Media type | Mp3-Audiodatei |
Information
Content
Verhandlungen des Ministerialrats Erben mit Terroristen in Schönau. ORF-Rundfunksendung, 28. September 1973. Am 28. September 1973 brachten zwei palästinensische Terroristen drei jüdische Emigranten aus der Sowjetunion und einen österreichischen Zöllner in ihre Gewalt. Sie flüchteten mit ihren Geiseln in Richtung Wien-Schwechat. Die Terroristen forderten die Schließung eines "Transitlagers" in Schönau in Niederösterreich, das für jüdische Emigranten, die aus den damaligen Ostblockländern nach Israel fliehen wollten, eingerichtet worden war. Nach stundenlangen Verhandlungen wurde schließlich die Freilassung der Geiseln am 29. September erreicht. Die Geiselnehmer wurden nach Tripolis ausgeflogen. Der Ministerrat beschloss die Schließung des Transitlagers in Schönau. Diese Entscheidung und insbesondere Bundeskanzler Bruno Kreisky wurden von jüdischen Organisationen und der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir heftig kritisiert. Die Forderung Golda Meirs nach Aufhebung der Sperre des Transitlagers im Schloss Schönau lehnte Kreisky mit dem Hinweis ab, dass Österreich nicht mehr für die Sicherheit des Transitlagers garantieren könne. Im Dezember 1973 wurde das Transitlager Schloss Schönau endgültig geschlossen. Das Österreichische Rote Kreuz errichtete dafür in Wöllersdorf, Niederösterreich, eine 'Hilfestelle für Flüchtlinge und andere Durchreisende'.