Die Betelnuss im Kopf
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Catalog slip
| Title | Die Betelnuss im Kopf |
| Title addition |
Teil B |
| Authors and Contributors |
Goebbels, Heiner [Komponist/in]
[GND
]
Behrens, Alfred [GND ] Behrens, Alfred [Regie] [GND ] Fitz, Peter [Sprecher/in] [GND ] Sander, Otto [Sprecher/in] [GND ] Lampe, Jutta [Sprecher/in] [GND ] Herskovic, Isabella [Sprecher/in] Mahler, Regine [Sprecher/in] [GND ] Fritsch, Gisela [Sprecher/in] [GND ] Gerhardt, Ulrich [Sprecher/in] [GND ] Hessischer Rundfunk [Produzent] Norddeutscher Rundfunk [Produzent] Süddeutscher Rundfunk [Produzent] |
| Date |
1984.04.05 [Erst-Sendedatum] 1984 [Produktionsdatum] |
| Keywords | Literatur ; Hörspiel ; Radiosendung-Sendematerial |
| Type | audio |
| Format |
DANSA [Digitale Ansichtskopie Audio] DARCHA [Digitale Archivkopie Audio] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
Information
Content
Fitz, Peter (Therapeut); Sander, Otto (Schriftsteller); Lampe, Jutta (Redakteurin); Herskovic, Isabella (Marylin Machlowitz); Mahler, Regine (Ansagerin); Fritsch, Gisela (Zitatsprecherin); Gerhardt, Ulrich (Zitatsprecher); Karsunke, Yaak; Ptok, Friedhelm; Schultz, Ludwig; Schwenger, Hannes
Das Gefühl, unentbehrliche und überlastete Arbeiter zu sein, haben vor allem diejenigen, die die Arbeit anderer zu überwachen und zu verwalten haben, also eigentlich nichts tun. Gehetzt von der Angst, nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter könnten ihre Überflüssigkeit entdecken, stopfen sie ihre Terminkalender voll mit Arbeitsessen, Sitzungen, Konferenzen und stehlen denjenigen, die wirklich arbeiten, die Zeit. Das Krankheitsbild hat längst seine Namen: Managersyndrom, Arbeitssucht, workaholism. Da die Spitzenhektiker meist über beträchtliche Macht verfügen, wagt niemand, ihnen zu sagen, wie falsch sie alles anpacken; ganze Verwaltungs- und Produktionsapparate geraten so aus dem Lot. Während der Arbeitssüchtige selbst immer uneinsichtiger glaubt, die unentbehrliche Stütze des Betriebs zu sein, betätigt er sich als Hemmschuh. Jede Gesellschaft hat die Krankheit, die sie verdient. Nachtbucheintragungen, Fallbeschreibungen, fiktive Analysestunden, der Aufsatz eines Therapeuten für eine Fachzeitschrift; die Beschwerden eines ebenfalls von der Arbeitssucht befallenen Schriftstellers, die Krankheitsgeschichte einer Fernsehredakteurin, die Selbstanalyse eines Psychoanalytikers; Gedankensplitter, Bewußtseinströme, Zitate aus der wissenschaftlichen Fachliteratur - aus diesem Material wird mit den Mitteln des Essay-Hörspiels das Phantom-Bild einer neuerkannten Krankheit montiert, die gerade im Zeitalter zunehmender Arbeitslosigkeit groteske und menschenfeindliche Züge annimmt. (Alfred Behrens)