Bundespräsident Klestil über falsche Konsequenzen aus den Irrungen der Ersten Republik am 12. November 1993
Catalog slip
| Title | Bundespräsident Klestil über falsche Konsequenzen aus den Irrungen der Ersten Republik am 12. November 1993 |
| Playing time | 00:03:22 |
| Contributors |
Hopfmüller, Gisela [Gestaltung]
[GND
]
Klestil, Thomas [Interviewte/r] [GND ] ORF [Produzent] |
| Date |
1993.11.12 [Sendedatum] |
| Keywords | Politik Österreich ; Jubiläum ; Erste Republik ; Reden und Ansprachen ; Radiosendung-Mitschnitt |
|
20. Jahrhundert - 90er Jahre
|
|
| Type | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Language |
Deutsch |
| Rights |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signature | Österreichische Mediathek, e07-01777_k02 |
| Media type | FLV-Videodatei |
Information
Content
Tondokument mit Untertitel
Thomas Klestil spricht angesichts des 75 Jahrestages der Republiksgründung von den Schwierigkeiten, die Menschen für die res publica zu gewinnen. Dieses Grundthema behandelt er nach den Begriffen des polaren Gegensatzes zwischen konflikthafter, „tragisch ideologisierender“ Erster Republik und auf Ausgleich und Zusammenarbeit beruhender Zweiter Republik. Doch tut er das nicht nur zugunsten der Zweiten Republik, sondern stellt auch deren jüngere Entwicklungen in Frage und zwar in Hinblick auf eine „Überdehnung der Kompetenzen und des Einflusses der Parteien auf Staat und Gesellschaft“ und auf die geringe Beteiligung der Bürger/innen am demokratischen Prozess. Eine populistische Verflachung und Mutlosigkeit des politischen Entscheidungsprozesses spricht er als falschen, zu weit ins Gegenteil ausschlagenden Schluss aus der Ersten Republik an und sieht das Vertrauen der Bürger/innen in die Politik gefährdet.
Thomas Klestil spricht angesichts des 75 Jahrestages der Republiksgründung von den Schwierigkeiten, die Menschen für die res publica zu gewinnen. Dieses Grundthema behandelt er nach den Begriffen des polaren Gegensatzes zwischen konflikthafter, „tragisch ideologisierender“ Erster Republik und auf Ausgleich und Zusammenarbeit beruhender Zweiter Republik. Doch tut er das nicht nur zugunsten der Zweiten Republik, sondern stellt auch deren jüngere Entwicklungen in Frage und zwar in Hinblick auf eine „Überdehnung der Kompetenzen und des Einflusses der Parteien auf Staat und Gesellschaft“ und auf die geringe Beteiligung der Bürger/innen am demokratischen Prozess. Eine populistische Verflachung und Mutlosigkeit des politischen Entscheidungsprozesses spricht er als falschen, zu weit ins Gegenteil ausschlagenden Schluss aus der Ersten Republik an und sieht das Vertrauen der Bürger/innen in die Politik gefährdet.