„Es war am 26. Oktober 1918“. Auf verschlungenen Wegen zur Tschechoslowakischen Republik
Catalog slip
| Title | „Es war am 26. Oktober 1918“. Auf verschlungenen Wegen zur Tschechoslowakischen Republik |
| Title addition |
AF00542/14 |
| Playing time | 00:03:12 |
| Contributors |
Harbich, Kamil
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| Keywords | Politik ; Revolution ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Spatial classification |
Tschechien
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|
20. Jahrhundert - 10er Jahre
|
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| Type | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Language |
Tschechisch |
| Rights |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signature | Österreichische Mediathek, e07-01784_k02 |
| Media type | FLV-Videodatei |
Information
Content
Tondokument mit Untertitel
In dieser Radioansprache, die später aufgenommen wurde, schildert der Politiker und Jurist Kamil Harbich die Tage vor der Ausrufung der Republik. Der Augenzeuge Harbich reiste im Auftrag des Nationalausschusses von Wien nach Prag und wurde dort Zeuge von Gesprächen, die sich ihrerseits auf unterschiedliche Verhandlungsschauplätze bezogen. Es wird also deutlich, dass die entscheidenden Momente der Staatsgründung nicht in Prag passierten, sondern zu einem großen Teil noch immer in jener Residenz- und Reichshauptstadt Wien, von der man im Begriff war, sich politisch loszulösen, sowie im Zusammenwirken mit der in Genf ansässigen Exilregierung und dem noch immer in den USA weilenden zukünftigen Präsidenten Masaryk.
Harbich beschreibt die hektischen Verhandlungen der tschechischen Politiker mit dem Kaiserhof und parallel dazu von slowakischen Politikern mit der ungarischen Regierung, was die Komplexität der Situation erhöhte. Nach Harbichs Bericht habe Václav Klofáč (Abgeordneter des Reichsrates und später Minister in mehreren tschechoslowakischen Regierungen als Vertreter der tschechischen national-sozialistischen Partei) in dieser Phase mit Kaiser Karl eine Unterredung im Zug von Wien nach Baden gehabt, wobei ihm signalisiert wurde, dass mit der Loslösung der böhmischen Länder aus dem Verband der Monarchie gerechnet wurde. Trotz einer gewissen unwägbaren Chaotik der Gesamtsituation vermittelt Harbich, dass in diesem Augenblick der Weg zur Entstehung der Tschechoslowakei bereits gewiss und alternativlos war.
In dieser Radioansprache, die später aufgenommen wurde, schildert der Politiker und Jurist Kamil Harbich die Tage vor der Ausrufung der Republik. Der Augenzeuge Harbich reiste im Auftrag des Nationalausschusses von Wien nach Prag und wurde dort Zeuge von Gesprächen, die sich ihrerseits auf unterschiedliche Verhandlungsschauplätze bezogen. Es wird also deutlich, dass die entscheidenden Momente der Staatsgründung nicht in Prag passierten, sondern zu einem großen Teil noch immer in jener Residenz- und Reichshauptstadt Wien, von der man im Begriff war, sich politisch loszulösen, sowie im Zusammenwirken mit der in Genf ansässigen Exilregierung und dem noch immer in den USA weilenden zukünftigen Präsidenten Masaryk.
Harbich beschreibt die hektischen Verhandlungen der tschechischen Politiker mit dem Kaiserhof und parallel dazu von slowakischen Politikern mit der ungarischen Regierung, was die Komplexität der Situation erhöhte. Nach Harbichs Bericht habe Václav Klofáč (Abgeordneter des Reichsrates und später Minister in mehreren tschechoslowakischen Regierungen als Vertreter der tschechischen national-sozialistischen Partei) in dieser Phase mit Kaiser Karl eine Unterredung im Zug von Wien nach Baden gehabt, wobei ihm signalisiert wurde, dass mit der Loslösung der böhmischen Länder aus dem Verband der Monarchie gerechnet wurde. Trotz einer gewissen unwägbaren Chaotik der Gesamtsituation vermittelt Harbich, dass in diesem Augenblick der Weg zur Entstehung der Tschechoslowakei bereits gewiss und alternativlos war.