Klement Gottwald zum ersten tschechoslowakischen Nationalfeiertag im kommunistischen Staat (1948): Hoch die Oktoberrevolution!
Catalog slip
| Title | Klement Gottwald zum ersten tschechoslowakischen Nationalfeiertag im kommunistischen Staat (1948): Hoch die Oktoberrevolution! |
| Title addition |
CRA09656/17 |
| Playing time | 00:05:18 |
| Contributors |
Gottwald, Klement [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND
]
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| Date |
1948.10.28 [Aufnahmedatum] |
| Keywords | Politik ; Nationalismus ; Jubiläum ; Marxismus und Kommunismus ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Spatial classification |
Tschechien
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|
20. Jahrhundert - 40er Jahre
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| Type | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Language |
Tschechisch |
| Rights |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signature | Österreichische Mediathek, e07-01794_k02 |
| Media type | FLV-Videodatei |
Information
Content
Tondokument mit Untertitel
Klement Gottwald, seit 1929 Vorsitzender der tschechoslowakischen kommunistischen Partei und 1946 bis 1948 Ministerpräsident sowie von 1948 bis 1953 Staatspräsident, hielt zum 30-jährigen Jubiläum eine Radioansprache – im selben Jahr, in dem die kommunistische Partei die Macht übernahm. Er bringt die Staatsgründung direkt mit der russischen Oktoberrevolution als Garantin und Realisierende des „Selbstbestimmungsrechtes der Völker“ in Verbindung und macht das Volk zum souverän handelnden Akteur der Staatsgründung, sodass die sogenannten „Männer des 28. Oktober“ in den Hintergrund geraten. Den Kommunisten und dem Volk, wer das auch sein mag, wird so die Staatsgründung zugeschrieben, und der 28. Oktober als wichtiges Datum in Frage gestellt. Die Entwicklung in den 1930er- Jahren stellt Gottwald als Versagen der bürgerlichen Elemente dar. Somit ist die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung und der führenden bürgerlichen Politiker, die er nicht weniger als die dem Nationalsozialismus zujubelnden Deutschen für den „Münchner Verrat“ und die darauffolgende Besetzung des „Protektorats“ verantwortlich macht, seinen Ausführungen nach die einzig gerechte Strafe.
Klement Gottwald, seit 1929 Vorsitzender der tschechoslowakischen kommunistischen Partei und 1946 bis 1948 Ministerpräsident sowie von 1948 bis 1953 Staatspräsident, hielt zum 30-jährigen Jubiläum eine Radioansprache – im selben Jahr, in dem die kommunistische Partei die Macht übernahm. Er bringt die Staatsgründung direkt mit der russischen Oktoberrevolution als Garantin und Realisierende des „Selbstbestimmungsrechtes der Völker“ in Verbindung und macht das Volk zum souverän handelnden Akteur der Staatsgründung, sodass die sogenannten „Männer des 28. Oktober“ in den Hintergrund geraten. Den Kommunisten und dem Volk, wer das auch sein mag, wird so die Staatsgründung zugeschrieben, und der 28. Oktober als wichtiges Datum in Frage gestellt. Die Entwicklung in den 1930er- Jahren stellt Gottwald als Versagen der bürgerlichen Elemente dar. Somit ist die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung und der führenden bürgerlichen Politiker, die er nicht weniger als die dem Nationalsozialismus zujubelnden Deutschen für den „Münchner Verrat“ und die darauffolgende Besetzung des „Protektorats“ verantwortlich macht, seinen Ausführungen nach die einzig gerechte Strafe.