Václav Vilém Štechs persönliche Erinnerungen an die ersten Tage eines neuen tschechoslowakischen Staates: pures Chaos und Freude
Catalog slip
| Title | Václav Vilém Štechs persönliche Erinnerungen an die ersten Tage eines neuen tschechoslowakischen Staates: pures Chaos und Freude |
| Title addition |
DF11081 |
| Playing time | 00:16:58 |
| Contributors |
Štech, Václav V. [Verfasser/in und Vortragende/r]
|
| Keywords | Politik ; Nationalismus ; Kulturpolitik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Spatial classification |
Tschechien
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|
20. Jahrhundert - 10er Jahre
|
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| Type | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Language |
Tschechisch |
| Rights |
Mit freundlicher Genehmigung: Český Rozhlas |
| Signature | Österreichische Mediathek, e07-01798_k02 |
| Media type | FLV-Videodatei |
Information
Content
Tondokument mit Untertitel
Der Kunsthistoriker und Professor Václav Vilém Štech (1885-1974) erlebte 1918 die Republiksgründung als Beteiligter des Nationalen Ausschusses in Prag. Am 28. Oktober 1918 kehrte er gerade von einer geheimen Inspektion der Wiener Museen zurück, wo er eine Liste von tschechischen Kulturgütern zusammenstellte, die erweitert im Rahmen der Friedensverhandlungen verwendet wurde. Er beschreibt in diesem Radiointerview die plötzlichen, untereinander unverbundenen Wendungen der ersten Tage der Republik und das Überraschende unterschiedlicher kleiner Motive im Straßenraum, aufgrund derer er erst langsam versteht, dass die Herrschaft der Monarchie zu Ende gegangen war. Durchaus selbstverständlich erscheint in diesem Kontext kleiner kontingenter Handlungen, dass auch die ersten Verwaltungstätigkeiten chaotisch und improvisiert waren. Aber in alldem begann doch „der tschechoslowakische Staat zu wirken und sich zu zeigen“. Štech kontrastiert diese ersten ungeschickten Verwaltungstätigkeiten mit der Begeisterung auf der Straße. Doch herrscht auch in diesem Bereich ein neuer Geist, die Menschen duzen einander, überall ist die Freiheit zu spüren und damit auch die Möglichkeit schneller Entwicklung, des Fortschritts und ein offener Weg nach Europa – in ein republikanisch demokratisches Europa.
Der Kunsthistoriker und Professor Václav Vilém Štech (1885-1974) erlebte 1918 die Republiksgründung als Beteiligter des Nationalen Ausschusses in Prag. Am 28. Oktober 1918 kehrte er gerade von einer geheimen Inspektion der Wiener Museen zurück, wo er eine Liste von tschechischen Kulturgütern zusammenstellte, die erweitert im Rahmen der Friedensverhandlungen verwendet wurde. Er beschreibt in diesem Radiointerview die plötzlichen, untereinander unverbundenen Wendungen der ersten Tage der Republik und das Überraschende unterschiedlicher kleiner Motive im Straßenraum, aufgrund derer er erst langsam versteht, dass die Herrschaft der Monarchie zu Ende gegangen war. Durchaus selbstverständlich erscheint in diesem Kontext kleiner kontingenter Handlungen, dass auch die ersten Verwaltungstätigkeiten chaotisch und improvisiert waren. Aber in alldem begann doch „der tschechoslowakische Staat zu wirken und sich zu zeigen“. Štech kontrastiert diese ersten ungeschickten Verwaltungstätigkeiten mit der Begeisterung auf der Straße. Doch herrscht auch in diesem Bereich ein neuer Geist, die Menschen duzen einander, überall ist die Freiheit zu spüren und damit auch die Möglichkeit schneller Entwicklung, des Fortschritts und ein offener Weg nach Europa – in ein republikanisch demokratisches Europa.