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Ein treuer Diener seines Herrn

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Catalog slip

Title Ein treuer Diener seines Herrn
Playing time
Authors and Contributors Grillparzer, Franz [Text] [GND ]
Lenkeit, Antje [Inszenierung]
Bomhard, Beatrice von [Bühnenbild]
Sangaré, Kuku [Choreographie]
Evertz, Thomas [Darsteller/in]
Sztavjanik, Franziska [Darsteller/in] [GND ]
Hammel, Fritz [Darsteller/in] [GND ]
Rastl, Michael [Darsteller/in] [GND ]
Felixa, Magdalena [Darsteller/in] [GND ]
Krassnitzer, Harald [Darsteller/in] [GND ]
Rohrmoser, Klaus [Darsteller/in] [GND ]
Seboth, Ronald [Darsteller/in]
Castellitz, Robert [Darsteller/in]
Seethaler, Robert [Darsteller/in] [GND ]
Falkenbach, Uwe [Darsteller/in] [GND ]
Hiller, Franz [Darsteller/in]
Prinz, Werner [Darsteller/in] [GND ]
Rehrl, Matthias Christian [Darsteller/in] [GND ]
Volkstheater Wien [Veranstalter]
Date 1995.04.27 [Aufführungssdatum]
1995.04.23 [Erstaufführung]
Place Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
Keywords Theater ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme
Type video
Format DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container]
DFMPG [Dateiformat: MPG]
VKAVHS [Videokassette, VHS]
DVD [DVD]
Language Deutsch
Signature 12-13282

Information

Content

König Andreas: Thomas Evertz ; Gertrude: Franziska Sztavjanik ; Otto von Meran: Fritz Hammel ; Bancbanus: Michael Rastl ; Erny: Magdalena Felixa ; Graf Simon: Harald Krassnitzer ; Graf Peter: Klaus Rohrmoser ; Hauptmann: Ronald Seboth ; Edelleute: Robert Castellitz, Robert Seethaler ; Arzt: Uwe Falkenbach ; Diener: Franz Hiller ; Befehlshaber: Werner Prinz ; Soldat: Matthias Rehrl
[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Ein König zieht in den Krieg. Und die Entscheidungen, die er trifft, um Ordnung und Ruhe zu bewahren, lösen Bürgerkrieg aus, Mord und Chaos. Banebanus, der treue Diener, ein Held der Pflichttreue, wankt und fällt doch nicht unter der Last der Verantwortung, die ihm auf-gebürdet wird, und zerbricht am selbst auferlegten Anspruch. Ungarn im Mittelalter. Ein von Einzelinteressen zerrissenes, nicht nur von außen bedrohtes Land – Grillparzer schreibt, auch wenn er einen historischen Stoff wählt und gerade dann, über seine eigene Welt, sein Österreich, das sich manisch auf den eigenen Untergang zubewegt. Und greift weit voraus in die Zukunft, in der Fortschreiten und Bewahren einander aufheben in globaler Barbarei.
Ein Stück zum Thema Macht und Sexualität: verbotenes inzestuöses Verlangen kippt in Wahnsinn und Selbstzerstörung, Machtgier, an politischer Entfaltung gehindert, versucht, sich im Schlafzimmer zu verwirklichen. Ein Stück über die Treue, die nicht Unterwürfigkeit meint, sondern gerechte Ordnung einfordert gegen die Anmaßung von Einzelinteressen – ein politisches Stück: am 28. Februar 1828 uraufgeführt, unter Bedingungen biedermeierlicher Zensur und eines selbstherrlichen Machtanspruchs der Habsburger, ist es auf alle Politik zu beziehen zu jeder Zeit. Und ein Stück gegen den Krieg, dessen Aufführung 1995 dem Gedenken an 50 Jahre Kriegsende verpflichtet ist und der Mahnung, sich weder in falscher Sicherheit zu wiegen, noch einer dumpfen Ordnung selbst ernannter ,Retter’ ängstlich zu fügen.

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