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Stella

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Catalog slip

Title Stella
Title addition V-28584 gleiche Aufführung, aber eine andere Kameraposition
Playing time
Authors and Contributors Goethe, Johann Wolfgang von [Text]
Fabrick, Johannes [Inszenierung] [GND ]
Kosak-Orlac, Karin [Bühnenbild]
Fischer, Heidrun [Mitarbeiter/in]
Rapsch, Gundula [Darsteller/in] [GND ]
Köndgen, Cornelia [Darsteller/in] [GND ]
Dadieu, Daniela [Darsteller/in] [GND ]
Krassnitzer, Harald [Darsteller/in] [GND ]
Cencig, Julia [Darsteller/in] [GND ]
Hall, Bernhard [Darsteller/in]
Olarova, Renate [Darsteller/in] [GND ]
Sollat, Irene [Darsteller/in]
Herbst, Raimund [Darsteller/in]
Castellitz, Robert [Darsteller/in]
Himmelbauer, Christian [Darsteller/in]
Volkstheater Wien [Veranstalter]
Date 1995.09.07 [Aufführungssdatum]
1995.09.07 [Erstaufführung]
Place Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
Keywords Theater ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme
Type video
Format DVD [DVD]
Language Deutsch
Signature 12-13392

Information

Content

[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] „Ein Schauspiel für Liebende“ untertitelt Goethe seine erste Fassung des Stücks aus dem Jahre 1776. Wer sich eine Romanze erhofft, dessen Erwartungen werden bald enttäuscht werden, Denn ein grausames Spiel treibt die Liebe mit den drei Hauptpersonen. ein fast unlösbarer Knoten wird hier von Goethe geknüpft. Ein Mann hat Frau und Kind wegen eines anderen verlassen, kann sich aber zwischen Geliebter und Ehefrau nicht entscheiden, Die Flucht vor den eigenen Gefühlen – die scheinbar nur mehr in der Erinnerung existieren – gelingt ihm ebenso wenig wie den beiden Frauen, Goethe läßt seine drei Hauptfiguren nach Jahren wieder aufeinander treffen. Er konstruiert ein Gefühlsgeflecht. in dem es keinen Schuldigen gibt. Im Gegenteil: Jede der drei beteiligten Personen macht sich erst durch seinen Verzicht wirklich schuldig.
Sie leben im Nachklang einer vergangenen Zeit, die für sie durch die Erinnerung an eine fast paradiesische Liebe verklärt wird. Schwankend zwischen Einst und Jetzt, sind sie nicht in der Lage. die Gegenwart zu bewältigen.
Den autobiographischen Hintergrund zu „Stella“ bildet Goethes Verlobung und Bruch mit Lili Schönemann im Jahre 1775, dem Entstehungsjahr des „Schauspiels für Liebende“.
„Stella“ stellt die Frage nach der Beschaffenheit gesellschaftlicher Normen, nach den konventionellen Regeln menschlicher Beziehungen.
Die erste Fassung der „Stella“ mit einem optimistisch. utopischen Schluß. provozierte das Publikum seiner Zeit durch die Verletzung der gesellschaftlichen Norm. Die Gemeinschaft beider Frauen mit dem geliebten Mann kann aber auch heute noch als männliche Wunschphantasie und kaum als realistische Lösung bezeichnet werden. Die Weimarer Erstaufführung 1806 der „Stella“ erlebte einen vollkommen veränderten Schluß, der das „Schauspiel für Liebende“ zu einer Tragödie werden läßt.

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