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Jagdszenen aus Niederbayern

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Catalog slip

Title Jagdszenen aus Niederbayern
Title addition "Jagdszenen aus Niederbayern" (1966) Theaterstück von Martin Sperr
Mitschnitt des Wiener Volkstheaters für interne Dokumentationszwecke
Playing time 02:51:45
Authors Sperr, Martin [Text] [GND]
Contributors Sperr, Martin [Text] [GND ]
Khodadadian, Schirin [Regie]
Gretler, Hugo [Bühnenbild]
Mittler, Carolin [Mitarbeiter/in]
Winde, Johannes [Komponist/in]
Mrak, Hans [Mitarbeiter/in]
Sabitzer, Claudia [Darsteller/in]
Mantei, Simon [Darsteller/in]
Waidmann, Nanette [Darsteller/in]
Stilp, Martina Theresia [Darsteller/in]
Prinzler, Robert [Darsteller/in]
Franzmeier, Günter [Darsteller/in]
Ebenbauer, Erwin [Darsteller/in] [GND ]
Beck, Patrick O. [Darsteller/in]
Schreiner, Wiltrud [Darsteller/in]
Kretschmer, Heike [Darsteller/in] [GND ]
Wiederschwinger, Günther [Darsteller/in]
Horváth, Nina [Darsteller/in]
Lhotzky, Alexander [Darsteller/in]
Volkstheater Wien [Produzent]
Date 2012.02.17 [Erstaufführung]
Place Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
Keywords Theater ; Literatur ; Kultur ; Gesellschaft ; Drama ; Unveröffentlichte Aufnahme
Spatial classification Bundesland / Wien
Österreich
21. Jahrhundert - 10er Jahre
Type video
Format ISO-Image [von-DVD]
DFFLV [Dateiformat: FLV]
DVD [DVD]
Language Deutsch
Signature Österreichische Mediathek, 12-13541_k02, 12-13541, 12-13541 12-13541
Media type FLV-Videodatei

Information

Content

Es ist Nachkriegszeit. Ruhe ist wieder eingekehrt in Reinöd, Niederbayern. Doch die Dorfidylle ist trügerisch: Die Rückkehr des homosexuellen Abram aus dem Gefängnis setzt einen Mechanismus von barbarischer Gewalt in Gang. Die Dörfler beschließen seine neuerliche Vertreibung, umkreisen, bedrohen, verfolgen ihn. Eine Außenseiterin ist auch Barbara, seine Mutter, eine Tagelöhnerin, die froh um einen Ort wäre, an dem sie bleiben könnte. Ein Schandfleck ist die Bäuerin Maria, die mit ihrem Knecht zusammenlebt, obwohl ihr im Krieg vermisster Mann noch nicht für tot erklärt wurde. Als „Dorftrottel" stigmatisiert ist Rovo, ihr verhaltensgestörter Sohn. Und die Magd Tonka wird als Hure gebrandmarkt. Doch die Schwachen lassen Solidarität untereinander vermissen: Aus Verzweiflung und um lästigem Gerede zu entgehen, lässt sich Abram mit Tonka ein, die von ihm schwanger wird. Er ersticht sie in blinder Wut, als sie ihn zu erpressen versucht. Die Metzgerin denunziert Abram, mit der Behauptung, er habe sich an Rovo vergangen. Die Anschuldigungen machen Abram zum Freiwild. Eine Prämie wird auf seinen Kopf ausgesetzt, die Dörfler gehen auf die Jagd ...
Latente Gewalt, die hinter scheinbar normaler Alltäglichkeit lauert. Regeln und Gesetze, die die Menschen zu einer dumpfen, hermetisch abgeschlossenen Gemeinschaft zusammenschweißen. Die Bedrohlichkeit alles Fremden, das erbarmungslos ausgegrenzt, gejagt und zur Strecke gebracht wird. Keine der Figuren stellt die Werte des Dorfes in Frage, auch nicht die Außenseiter: Die Gejagten sind, wenn sie erst zu den Jägern gehören, genauso schlimm wie die Jäger.

Collection history

Sammlung Volkstheater

Notes on the content

Aufnahmesituation der Sammlung Volkstheater

Type of recording

Theatermitschnitte

Technical Notes

Videodigitalisierung an der Österreichischen Mediathek

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Metadaten

Location in the digital collection

Keywords

Theater , Literatur , Kultur , Gesellschaft , Drama , Unveröffentlichte Aufnahme

Part of the collection

Sammlung Volkstheater
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