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Carmen

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This medium is part of the overall work Erlebnis Bühne

Catalog slip

Title Carmen
Title addition Wir spielen für Österreich
Authors and Contributors Rett, Barbara [Präsentator/in] [GND ]
Bizet, Georges [Komponist/in] [GND ]
Orchester der Wiener Staatsoper [Orchester]
Chor der Wiener Staatsoper [Chor]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Orozco-Estrada, Andrés [Dirigent] [GND]
Rachvelishvili, Anita [Mezzosopran] [GND]
Beczała, Piotr [Tenor] [GND]
Schrott, Erwin [Baßbariton] [GND]
Kulchynska, Olga [Sopran] [GND]
Zamecnikova, Slavka [Sopran]
Vörös, Szilvia [Mezzosopran] [GND]
Kellner, Peter [Bariton]
Osuna, Carlos [Tenor] [GND]
Arivony, Michael [Bariton]
Date 2021.02.21 [Sendedatum]
2021 [Jahr des Copyright]
Place Wien, Staatsoper [Ort der Aufführung]
Keywords Musik ; E-Musik ; Interview ; Vokalmusik - Oper ; TV-Mitschnitt
Type video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Language Deutsch
Signature E52-23025
Complete work/Series Erlebnis Bühne

Information

Content

[Senderinformation] Kulissengespräche mit Barbara Rett: Einführung zu Carmen
Barbara Rett trifft u. a. Erwin Schrott, der den Escamillo in dieser Inszenierung der Wiener Staatsoper singt.
[Senderinformation] Wir spielen für Österreich: „Carmen“ aus der Wiener Staatsoper

ORF III zeigt live aus der Wiener Staatsoper die, für das Wiener Publikum neue, hochkarätig besetzte Produktion von Georges Bizets „Carmen“. Für die international gefeierte Inszenierung zeichnet Starregisseur Calixto Bieito verantwortlich.

„Carmen“ von Bizet, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée (1803-1870), gehört zu den meistgespielten Stücken der Operngeschichte. Ihre Pariser Uraufführung war 1875 kein Erfolg. Erst die Wiener Bearbeitung machte aus dieser opéra comique auf ein Libretto von Henri Meilhac (1831-1897) und Ludovic Halévy (1834-1908) einen Evergreen.

Handlung: Der Soldat Don José verliebt sich im Sevilla des Jahres 1820 in das selbstbewusste, verführerische Zigeunermädchen Carmen. Als sie bei einem Streit eine Frau verletzt, wird sie verhaftet. Don José verhilft ihr zur Flucht, weshalb er selbst ins Gefängnis muss. Nachdem Carmen Don Josés Gefühle zu ihr zurückweist und sich dem Torero Escamillo zuwendet, tötet er sie in einem dramatischen Finale und liefert sich selbst den Wachen aus.

Dass die Oper ausschließlich in den unteren Gesellschaftsschichten, bei Soldaten, Schmugglern, spanischen Roma und Fabrikarbeiterinnen spielt, empfand das Pariser Publikum bei der Uraufführung 1875 als schockierend. Auch dass der sterbenden Titelheldin eine Abschiedsarie verweigert wird, empfand man als Ausdruck von Härte und Gewaltsamkeit. Erst mit der Wiener Aufführungsserie begann noch im gleichen Jahr der Siegeszug der „Carmen“. Zwei musikalische Motive prägen die Oper: der selbstbewusste Refrain des berühmten „Toréador“-Liedes und ein geheimnisvolles, düsteres Motiv, das mit Carmens vorzeitigem und gewaltsamen Tod, der von ihr als schicksalhaft empfunden wird. Als im Finale in der Stierkampfarena der siegreiche Torero bejubelt wird, während die erstochene Carmen vor ihren Toren zusammenbricht, treffen die beiden Melodien zusammen.

Die literarische Vorlage der Oper – eine gleichnamige Novelle von Prosper Mérimée – zeigt Carmen als eine moralisch verkommene Person, die Männer skrupellos für ihre Zwecke ausnutzt oder gar in tödliche Fallen lockt. Georges Bizet und seine Librettisten verwandelten ihre Hauptfigur hingegen in eine faszinierende Frau, die für Männer gerade deshalb so attraktiv ist, weil sie sich tradierten Vorstellungen verweigert. Nicht mit ihrem Aussehen, sondern mit ihrer Stimme macht sie Don José auf sich aufmerksam, indem sie eine Habanera, ein Tanzlied afroamerikanischen Ursprungs, singt: „L’amour est un oiseau rebelle“ („Die Liebe ist ein rebellischer Vogel“). Carmens schillernde und unangepasste Persönlichkeit spiegelt sich in ihrer ebenso kraftvollen wie zarten Gesangspartie.

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