Mittelmäßig. Eine kleine Philosophie des Durchschnitts (1)
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| Title | Mittelmäßig. Eine kleine Philosophie des Durchschnitts (1) |
| Playing time | |
| Authors and Contributors |
Zeller, Franz [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Date |
1999.06.14 [Sendedatum] |
| Keywords | Bildung ; Gesellschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Type | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Numbers |
80368/1 [Katalognummer] |
| Language |
Deutsch |
| Signature | 10-28652 |
| Complete work/Series | Radiokolleg |
Information
Content
Die Mittelmäßigkeit ist Evolutionsstrategie. Untersuchungen aus aller Welt zeigen, daß schon Säuglinge im Alter von zwei Monaten attraktive Gesichter unattraktiven vorziehen. Ironischerweise sind aber schöne Gesichter blanker Durchschnitt. Wie die Motten vom Licht werden wir von der Norm angezogen. Vom Durchschnitt wissen aber auch Personalberater ein Lied zu singen: meist wählen Unternehmer aus den ausgetesteten Kandidaten just den mittelmäßigsten aus - und nicht den spritzigsten und unberechenbarsten mit riskanten, aber möglicherweise auch gewinnbringenden Ideen. Der Durchschnitt hat auch seine absurden Seiten: 113,2 Liter Bier trinkt der Österreicher laut Statistik pro Jahr - vom Baby bis zum Pflegefall. Und wer kann schon von sich behaupten, in einem 2,49-Personen-Haushalt zu leben, wie ihn das Statistische Zentralamt als österreichtypisch ausweist? Eine Sendung über Nutzen und Absurdität der Mittelmäßigkeit, über die Anziehungskraft des Typischen und den Wunsch, nur nicht durchschnittlich zu sein.