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Am Schauplatz [2022.01.13]

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This medium is part of the overall work Am Schauplatz

Catalog slip

Title Am Schauplatz [2022.01.13]
Title addition Immer unterwegs
Authors and Contributors ORF 2 [Sendeanstalt]
Date 2022.01.13 [Sendedatum]
Keywords Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Type video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Language Deutsch
Signature E52-26988
Complete work/Series Am Schauplatz

Information

Content

[Senderinformation] Wie LKW-Fahrer:innen unter widrigen Bedingungen Österreichs Wirtschaft am Laufen halten

In Großbritannien kam es im Herbst zu einer Versorgungskrise, weil durch den Brexit plötzlich 100.000 LKW-Fahrer:innen aus Osteuropa fehlten. Den Fahrermangel gibt es auch in Österreich: Geschätzte 8.000 Fahrer:innen fehlen, dazu kommt eine Pensionierungswelle in den kommenden Jahren.

„So wie es einen Wettbewerb um Kunden gibt, gibt es auch einen um Fahrer“, erzählt Unternehmer Fritz Müller. Vor allem wenig Junge kommen nach, trotz Anreizen. Dem 20jährigen Denis Radojcevic wurde der LKW-Führerschein vom AMS finanziert, weil er eine Einstellungszusage eines Betriebs in der Tasche hat. „Man fühlt sich wie der König der Straße“, schwärmt er – große Fahrzeuge haben ihn schon immer fasziniert. Dennoch leidet die Branche unter einem schlechten Image und geringer Wertschätzung. „Wir verstopfen nur die Straße und jetzt im Winter sind wir wieder die, die die Autofahrer ausbremsen“, ärgert sich manch Fahrer während der Ruhepause am Rastplatz.

Dabei haben sie gerade in Zeiten der Pandemie die Versorgung in Österreich sichergestellt. „Wir sind keine Helden, wir haben einfach nur unsere Arbeit gemacht“, meint Markus Müller aus Vorarlberg - er sei seit 32 Jahren „Fahrer aus Leidenschaft“. Müller kämpft für einen besseren Zugang zu sanitären Einrichtungen und leistbare Verpflegung entlang des Straßennetzes, nachdem in den Lockdowns viele Raststationen geschlossen hatten.

Am Schauplatz Reporterin Nicole Kampl war in ganz Österreich unterwegs und zeigt in ihrer Reportage den Alltag und die Arbeitsbedingungen jener, die die Versorgung zwischen Wien und Vorarlberg sicherstellen und auf die trotzdem oft vergessen wird. Ihre Lenk- und Ruhezeiten sind strikt getaktet, der Termindruck ist hoch und die Kontrollen streng.

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