Gräfin - Ordensfrau – Befreierin
This medium is part of the overall work Kreuz und quer
Catalog slip
| Title | Gräfin - Ordensfrau – Befreierin |
| Title addition |
Kreuz und Quer [2023.09.12] |
| Authors and Contributors |
Neudecker, Gabriele [Gestaltung]
Tatzreiter, Helmut [Redaktion] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Date |
2023.09.12 [Sendedatum] |
| Keywords | Wissenschaft und Forschung ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Type | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Language |
Deutsch |
| Signature | E52-33290 |
| Complete work/Series | Kreuz und quer |
Information
Content
[Senderinformation] Mit einer damals technisch hochmodernen Dia-Schau reist Maria Theresia Ledóchowska um die Jahrhundertwende durch halb Europa.
Die Dame aus polnisch-österreichischem Adel, geboren im niederösterreichischen Loosdorf, gründet den Orden der St.-Petrus-Claver-Schwestern und wirbt in flammenden Reden für die Unterstützung der Missionen in afrikanischen Ländern: ein Wagnis in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und öffentlichen Lebensführung starken Einschränkungen durch gesellschaftlich normierte Rollenbilder unterworfen waren.
Die Entrüstung über eine Frau, die sich herausnimmt, öffentlich zu sprechen, erreicht ihren Höhepunkt, als sie beschließt, eine Druckerei zu gründen. Es braucht drei Anläufe, bis ihr die Drucker-Konzession erteilt wird, und sofort läuft der Druck der Schwestern auf Hochtouren.
In ihren Schriften und Reden für die Sklavenbefreiung kritisiert Ledóchowska immer wieder das Eindringen von Kolonialismus in traditionelle afrikanische Länder und legitimiert ihr öffentliches Auftreten mit Maria Magdalena als erster Apostelin, lange bevor die Kirche die biblische Heilige auch offiziell als Apostelin anerkennt.
Die Wiener Sprachsoziologin Ruth Wodak beleuchtet die Entstehung von Feindbildern und die Tendenz zu antisemitischen Stereotypen in der Verschwörungsszene. Ulrike Schiesser, Psychotherapeutin und in der Bundesstelle für Sektenfragen täglich mit Verschwörungstheorien konfrontiert, berichtet im Interview aus ihrer Erfahrung mit Betroffenen. Sie bezeichnet Verschwörungsmythen als Ersatzreligion und „Glaube ohne Hoffnung“. Der Film wurde an Schauplätzen in Wien, Innsbruck, New York, Miami und Los Angeles gedreht.
Die Dame aus polnisch-österreichischem Adel, geboren im niederösterreichischen Loosdorf, gründet den Orden der St.-Petrus-Claver-Schwestern und wirbt in flammenden Reden für die Unterstützung der Missionen in afrikanischen Ländern: ein Wagnis in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und öffentlichen Lebensführung starken Einschränkungen durch gesellschaftlich normierte Rollenbilder unterworfen waren.
Die Entrüstung über eine Frau, die sich herausnimmt, öffentlich zu sprechen, erreicht ihren Höhepunkt, als sie beschließt, eine Druckerei zu gründen. Es braucht drei Anläufe, bis ihr die Drucker-Konzession erteilt wird, und sofort läuft der Druck der Schwestern auf Hochtouren.
In ihren Schriften und Reden für die Sklavenbefreiung kritisiert Ledóchowska immer wieder das Eindringen von Kolonialismus in traditionelle afrikanische Länder und legitimiert ihr öffentliches Auftreten mit Maria Magdalena als erster Apostelin, lange bevor die Kirche die biblische Heilige auch offiziell als Apostelin anerkennt.
Die Wiener Sprachsoziologin Ruth Wodak beleuchtet die Entstehung von Feindbildern und die Tendenz zu antisemitischen Stereotypen in der Verschwörungsszene. Ulrike Schiesser, Psychotherapeutin und in der Bundesstelle für Sektenfragen täglich mit Verschwörungstheorien konfrontiert, berichtet im Interview aus ihrer Erfahrung mit Betroffenen. Sie bezeichnet Verschwörungsmythen als Ersatzreligion und „Glaube ohne Hoffnung“. Der Film wurde an Schauplätzen in Wien, Innsbruck, New York, Miami und Los Angeles gedreht.