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Oral-History-Interview mit Emina Ćehaja

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This medium is part of the overall work Vielsprachiges Gedächtnis der Migration

Catalog slip

Title Oral-History-Interview mit Emina Ćehaja
Authors and Contributors Ćehaja, Emina [Interviewte/r]
Savičić, Anastasija [Interviewer/in]
Imamović, Edna [Interviewer/in]
Traska, Georg [Tontechniker/in] [GND ]
Traska, Georg [Kamera] [GND ]
Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Veranstalter]
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung [Fördergeber]
Date 2023.03.20 [Aufnahmedatum]
Place Linz [Aufnahmeort]
Keywords Gesellschaft ; Kultur ; Migration ; Interview ; Geschichtswissenschaft ; Bildung und Schulwesen ; Industrie ; Landwirtschaft und Forstwirtschaft ; Unveröffentlichte Aufnahme
Type video
Format DOV [Digitales Original Video]
Language Serbokroatisch
Complete work/Series Vielsprachiges Gedächtnis der Migration

Information

Content

Emina Čehaja wurde 1941 in Vrpeć (heute: Bosnien und Herzegowina) geboren und arbeitete bereits als Kind in der Landwirtschaft mit. Während ihre Brüder eine Ausbildung bis zum Universitätsstudium machten, durften sie und ihre Schwestern keine Schule besuchen. Im Zuge des Anwerbeabkommens mit Jugoslawien kam sie, ihrem Ehemann folgend, nach Linz, wo sie gleich nach ihrer Ankunft in der Textilindustrie (“Spinnerei”) zu arbeiten begann. Sie und ihr Mann planten, nach einigen Jahren das hier verdiente Geld für ein besseres Leben in Jugoslawien zu investieren, und ließen ursprünglich sogar ihre Kinder bei den Großeltern zurück. Das Leben in Linz blieb vorwiegend um den Arbeitsplatz und sozial in der Gemeinschaft von „Gastarbeiter*innen“ verankert. Emina Čehaja beschreibt eingehend die prekären Wohn- und Lebensverhältnisse in den 1970er und 1980er Jahren in Österreich, den graduellen materiellen Aufstieg und das von Pendelmigration geprägte Leben. Nach der Pensionierung lebte sie mit ihrem Ehemann in Bosnien und reiste viel im Wohnwagen. Die Krankheit ihres Mannes und die Gesundheitsversorgung bewogen sie dazu, wieder nach Österreich zu ziehen. Schließlich blieb sie nach dem Tod ihres Mannes hier, wo ihre Kinder und Enkelkinder leben.
Das Interview wurde 2023 von Anastasija, einer Linzer Gymnasiastin, in der Wohnung von Emina Čehaja auf Bosnisch/Serbisch geführt – im Rahmen des Projekts „Vielsprachiges Gedächtnis der Migration“ (Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, unter der Leitung von Georg Traska, gefördert im Programm „Sparkling Science 2.0“ und finanziert vom BMBWF). Die Erzählung ist anekdotisch, arbeitet dabei aber sehr klar die orientierenden Prioritäten und entscheidenden Faktoren der Biografie heraus.

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