1921–1927

Die „Goldenen Zwanziger“ – für die Erste Republik die beste aller Zeiten. Die Wirtschaft erholt sich, das Leben normalisiert sich. Nach der Hyperinflation der frühen 1920er macht das Wort vom „Alpen-Dollar“, wegen der Stabilität des Schillings, die Runde. Das „Rote Wien“ erlebt seine Blüte. Noch scheint die Kluft zwischen Christlich-Sozialen und Sozialisten nicht unüberbrückbar, doch Heimwehr und Schutzbund, bewaffnete Ableger der Parteien, stehen Gewehr bei Fuß. 1927 fallen die Schüsse von Schattendorf, erfolgt der Freispruch der Heimwehr-Schützen und der dadurch ausgelöste Justizpalast-Brand.

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Die große Not nach dem großen Krieg …

Ausspeisung durch die Quäker-Hilfe für Wien, ca. 1923 ©
Ausspeisung durch die Quäker-Hilfe für Wien, ca. 1923
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"Seipel-Sanierung"

Michael Hainisch

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Bundeskanzler Ignaz Seipel. Portrait in Talar ©
Bundeskanzler Ignaz Seipel

Modernisierung des Lebens – Radio, Auto, Jazz

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1924: Radio!

Die RAVAG

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Motorisierung. Wiener Straßenverkehr

Zu den bedrückenden wirtschaftlichen Folgen des Weltkrieges und des Zerfalls des Wirtschaftsraums der Monarchie gehörte Anfang der 1920er Jahre eine Inflation, die neben der aktuellen Not auch die wirtschaftliche Basis des so genannten "Mittelstandes" dauerhaft zerstörte. Die Spätfolgen in Form politischer Radikalisierung waren beträchtlich. Politisch wurde das Land – nach dem Ende der großen Koalition des Kabinettes Renner – wieder von den "bürgerlichen" Parteien, vor allem den Christlichsozialen, geführt. Unter Bundeskanzler Ignaz Seipel wurde mit Auslandskrediten (Genfer Protokolle 1922) und einem von der Opposition wegen ihrer sozialen Folgen scharf bekämpften rigorosen Spar- und Sanierungsprogramm die Inflation gestoppt und mit dem Schilling eine neue Währung eingeführt. Die starken Gegensätze zwischen "Roten" und "Bürgerlichen" bestanden auch während der wirtschaftlich und politisch etwas ruhigeren mittleren 1920er Jahre weiter, um dann mit dem so genannten "Justizpalastbrand" vom 15. Juli 1927 voll aufzubrechen: Bei einem ausufernden Demonstrationszug gegen ein als politisch empfundenes Gerichtsurteil starben in den Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten mehrere Dutzend Menschen in Wien. Das Ereignis wurde von der einen Seite als Aufstandsversuch, von der anderen als mörderische Repression wahrgenommen.

Notstandsmaßnahmen, z. B. Kinderfürsorge in Wien

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Fürsorge: Kinderklinik. Clemens von Pirquet
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Jonny spielt auf

"Opernskandal"

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Braune 15 Groschen-Briefmarke mit Portrait von Bundespräsident Michael Hainisch. ©
Bundespräsident Michael Hainisch
Gemeindebauten in Wien ©
Gemeindebauten in Wien

15. Juli 1927 – Justizpalastbrand

Justizpalastbrand ©
Justizpalastbrand

Spaltung der Gesellschaft

Politische Parteien im Kampf miteinander

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"Rotes Wien"

Kampflied "Die Arbeiter von Wien"

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Justizpalastbrand. Ausschnitt 3 - Großbrand und Löschversuche
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Mahnende Worte

Karl Renner

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Justizpalastbrand. Ausschnitt 1 - Der Beginn
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Justizpalastbrand. Ausschnitt 2 - Polizeieinsatz
Justizpalast nach dem Brand ©
Justizpalast nach dem Brand

Chronologie der Ereignisse