Radioreportage zum 700. Todestag von Walther von der Vogelweide
Katalogzettel
| Titel | Radioreportage zum 700. Todestag von Walther von der Vogelweide |
| Titelzusatz |
Ausschnitte aus der Radioreportage von der Feier zum 700. Todestag von Walther von der Vogelweide in Würzburg |
| Spieldauer | 00:08:25 |
| Mitwirkende |
Wirth, Joseph [Redner/in]
[GND
]
Goldenberger, Franz Xaver [Redner/in] [GND ] Streeruwitz, Ernst Ritter von [Redner/in] [GND ] Löbe, Paul [Redner/in] [GND ] |
| Datum |
1930.05.10 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Würzburg [Aufnahmeort]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Literatur ; Politik ; Medien und Kommunikation ; Lyrik ; Kulturveranstaltung ; Nationalismus ; Reden und Ansprachen ; Reportage ; Radio ; Regierung ; Konservative ; Kulturpolitik ; Parteien - historisch / CS ; Erste Republik ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Deutschland, Deutsches Reich
Österreich |
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
Mittelalter |
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-30003_k02 300003 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Zuerst spricht der Reichsinnenminister Joseph Wirth, nach ihm spricht der bayrische Kultusminister Franz Xaver Goldenberger. Dann ergreift Ernst Streeruwitz das Wort. Der zu diesem Zeitpunkt bereits ehemalige österreichische Kurzzeit-Bundeskanzler Ernst Streeruwitz (Mai bis September 1929) spricht über das künftige deutsche Dritte Reich. Streeruwitz war kein Nationalsozialist, sondern ein Christlichsozialer Politiker. Als solcher begrüßte er 1934 die Errichtung des Ständestaates und schließlich 1938 den Anschluss an Hitler-Deutschland. Von diesen Ereignissen konnte im Mai 1930 noch keine Rede sein, aber die kurze Ansprache von Streeruwitz ist ein Zeugnis für den damals in weiten Kreisen Österreichs vorhandenen Wunsch nach einer Vereinigung mit Deutschland. Generell wird von allen Rednern weniger über die Dichtung, das Leben von Walther von der Vogelweide gesprochen, als viel mehr über Deutschtum, deutsche Ehre und deutsches Volk in allen Varianten. Als letzter spricht der Reichstagspräsident Paul Löbe, ein Mann der SPD, wodurch klar zum Ausdruck kommt, dass auch für deutsche Sozialisten die Idee von Deutschland nicht an der österreichischen Grenze Halt machte. Am Ende seiner Ansprache bezeichnet sich Löbe selbst als einen Vertreter einer großdeutschen Republik, der Wiedervereinigung von Österreich und Deutschland.