Oral History Interview mit Friedrich Zawrel - 9. Teil [Ausschnitt 2]
Katalogzettel
| Titel | Oral History Interview mit Friedrich Zawrel - 9. Teil [Ausschnitt 2] |
| Titelzusatz |
Geboren 1929 in Lyon (Frankreich): Überlebender der NS-Kindereuthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“, Hilfsarbeiter, Vater, Pensionist |
| Spieldauer | 00:04:54 |
| Mitwirkende |
Zawrel, Friedrich [Interviewte/r]
[GND
]
Maier, Michael S. [Interviewer/in] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2010.09.03 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Politik Österreich ; Politik ; Interview ; Alltag ; Familie ; Parteien / SPÖ ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Justiz und Rechtswesen ; Straftaten ; Tod ; Parteien - historisch / NSDAP ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
| Örtliche Einordnung |
Österreich
Frankreich Deutschland, Deutsches Reich USA - Vereinigte Staaten von Amerika Sowjetunion |
|
20. Jahrhundert - 70er Jahre
|
|
| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e13-00699_b02_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Auzug aus dem Interviewprotokoll
975 Änderung, Straflandesgericht, Psychiatrierung, hatte das Leben von Dr. Gross verfolgt, die Mutter hatte ihn aufgrund seiner beiden jüngeren Schwestern gebeten, nie mehr über den Spiegelgrund zu sprechen, hat sich daran gehalten, hat dann 1975 erfahren, dass er von Dr. Gross psychiatriert wird, dieser hat mit ihm gleich wie am Spiegelgrund gesprochen, er wollte eigentlich der Bitte der Mutter folgen, aber Dr. Gross verhielt sich immer ärger, dieser hat ihn dann gefragt, ob er schon einmal psychiatriert worden sei, Entgegnung: „Für einen Akademiker haben sie aber ein sauschlechtes Gedächtnis“, er hat ihn gefragt, ob er angesichts der ermordeten und gemarterten Kinder überhaupt noch ruhig schlafen könne, Dr. Gross wurde bleich und hat ihn dann gefragt, ob er über diese „Sache“ denn schon gesprochen hätte und ob es noch „andere Zeugen“ gäbe, Dr. Gross hat ihm dann sämtliche gutachterliche Hilfe versprochen, bereits kurz danach war die Verhandlung, sah dann die Abschrift des Gutachtens von Dr. Gross, konnte nicht glauben, dass das von Dr. Gross geschrieben worden war
975 Änderung, Straflandesgericht, Psychiatrierung, hatte das Leben von Dr. Gross verfolgt, die Mutter hatte ihn aufgrund seiner beiden jüngeren Schwestern gebeten, nie mehr über den Spiegelgrund zu sprechen, hat sich daran gehalten, hat dann 1975 erfahren, dass er von Dr. Gross psychiatriert wird, dieser hat mit ihm gleich wie am Spiegelgrund gesprochen, er wollte eigentlich der Bitte der Mutter folgen, aber Dr. Gross verhielt sich immer ärger, dieser hat ihn dann gefragt, ob er schon einmal psychiatriert worden sei, Entgegnung: „Für einen Akademiker haben sie aber ein sauschlechtes Gedächtnis“, er hat ihn gefragt, ob er angesichts der ermordeten und gemarterten Kinder überhaupt noch ruhig schlafen könne, Dr. Gross wurde bleich und hat ihn dann gefragt, ob er über diese „Sache“ denn schon gesprochen hätte und ob es noch „andere Zeugen“ gäbe, Dr. Gross hat ihm dann sämtliche gutachterliche Hilfe versprochen, bereits kurz danach war die Verhandlung, sah dann die Abschrift des Gutachtens von Dr. Gross, konnte nicht glauben, dass das von Dr. Gross geschrieben worden war