Vom Café Orleans zum Café Weimar. Ausschnitt aus Gerhard Loibelsbergers Wienkrimi "Todeswalzer"
Katalogzettel
| Titel | Vom Café Orleans zum Café Weimar. Ausschnitt aus Gerhard Loibelsbergers Wienkrimi "Todeswalzer" |
| Spieldauer | 00:04:46 |
| Urheber/innen |
Loibelsberger, Gerhard [Verfasser/in und Vortragende/r]
[GND]
Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2015.06.24 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien, Café Weimar [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Literatur ; Prosa ; Lesung ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - Nullerjahre
|
|
| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00078_b02_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Gerhard Loibelsbergers historische Kriminalromane rund um die Ermittlungen des Inspektors Nechyba spielen in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Roman "Todeswalzer" ist es der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der die historische Kulisse für den Kriminalfall bildet. Der Ausschnitt, gelesen vom Autor selbst, thematisiert die Umbenennung des Café Orleans in Café Weimar aus kriegspatriotischen Gründen. "Französische Namen hört man in patriotischen Zeiten wie diesen nicht gern", lässt Loibelsberger deshalb den Cafetier in seinem Roman sagen. "Die Geschichte ist schön und könnte fast wahr sein", heißt es in einer Rezension des Romans in der Presse vom 4. Jänner 2014. Die Umbenennung fand tatsächlich jedoch etwas später, am Ende des Ersten Weltkriegs, statt und steht wohl mit der Gründung der Weimarer Republik im Jahr 1918 in Zusammenhang.
Das Wiener Traditionscafé, das bis heute im Stil der Jahrhundertwende erhalten wurde, wurde im Jahr 1880 vom berühmten Atelier Fellner & Helmer erbaut. Die beiden Architekten waren auf den Bau von Theatern spezialisiert und entwarfen unter anderem das Wiener Volkstheater. Durch die Nähe zur Wiener Volksoper, des ehemaligen Kaiser-Jubiläums Stadttheaters, ist das Café Weimar bis heute Künstler/innen- und Musiker/innentreffpunkt geblieben.
Seit 1929 gibt es im Souterrain des Lokals zudem eine Tanzbar, die auch einige Namensänderungen hinter sich hat. Während Wiens Jugend in den 1960er Jahren das Tanzbein in der "Hängematte" und "Schilfhütte" schwang, lädt heute "Die Palme" zum Tanzabend ein.
Gerhard Loibelsbergers Roman "Todeswalzer – ein Roman aus Wien im Jahr 1914" wurde mit dem HOMER Literaturpreis in Silber ausgezeichnet und ist 2013 im Gmeiner Verlag erschienen.
Das Wiener Traditionscafé, das bis heute im Stil der Jahrhundertwende erhalten wurde, wurde im Jahr 1880 vom berühmten Atelier Fellner & Helmer erbaut. Die beiden Architekten waren auf den Bau von Theatern spezialisiert und entwarfen unter anderem das Wiener Volkstheater. Durch die Nähe zur Wiener Volksoper, des ehemaligen Kaiser-Jubiläums Stadttheaters, ist das Café Weimar bis heute Künstler/innen- und Musiker/innentreffpunkt geblieben.
Seit 1929 gibt es im Souterrain des Lokals zudem eine Tanzbar, die auch einige Namensänderungen hinter sich hat. Während Wiens Jugend in den 1960er Jahren das Tanzbein in der "Hängematte" und "Schilfhütte" schwang, lädt heute "Die Palme" zum Tanzabend ein.
Gerhard Loibelsbergers Roman "Todeswalzer – ein Roman aus Wien im Jahr 1914" wurde mit dem HOMER Literaturpreis in Silber ausgezeichnet und ist 2013 im Gmeiner Verlag erschienen.