Wiener Stimmen aus Israel. Das jüdische Vereinshaus in der Herklotzgasse 21
Katalogzettel
| Titel | Wiener Stimmen aus Israel. Das jüdische Vereinshaus in der Herklotzgasse 21 |
| Spieldauer | 00:05:06 |
| Mitwirkende |
Radio Orange [Produzent]
Verein coobra [Produzent] |
| Ort |
Wien, jüdisches Vereinshaus in der Herklotzgasse [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Interview ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Migration ; Völkermord und Holocaust ; Internetdownload |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre |
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| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00085_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Standort des ehemaligen jüdischen Vereinshauses in der Herklotzgasse 21. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
1906 erwarb die jüdische Philanthropin Regine Landeis das Gebäude in der Herklotzgasse 21 und stellte es jüdischen Vereinen zu Verfügung. Anfangs hatten hier vor allem Fürsorge-Vereine mit einem Schwerpunkt auf Kinderfürsorge ihren Sitz. In den 1920er Jahren wurde das Gebäude zu einem zionistischen Zentrum für die südwestlichen Außenbezirke der Stadt, aber auch noch für den 6. und 7. Bezirk.
In den Erinnerungen der Zeitzeug/innen spielt die Herklotzgasse 21 eine bedeutende Rolle als der Ort ihrer ersten jüdischen Sozialisation außerhalb der Familie, aber auch einfach als der Platz, an dem sie einen liebevoll geführten und pädagogisch fortschrittlichen Montessori-Kindergarten oder den Turnverein besuchten. Ältere Kinder waren Mitglieder zionistischer Jugendorganisationen, die 1938/39 zu den wichtigsten Fluchthelfern für Jugendliche wurden. Die Ausspeisung, die hier seit 1906 für die ärmsten Juden und Jüdinnen bestand, wurde nach 1938 für viele zu einer bitteren Notwendigkeit, als ihnen alle Möglichkeiten, für ihren eigenen Unterhalt aufzukommen, genommen worden waren.
Die Zusammenstellung von Interviewpassagen entstammt dem "Audioguide Wien 15 – Orte erinnern, Menschen erzählen. Die Geschichte einer jüdischen Vorstadtgemeinde", einer Koproduktion des Projektes "Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel"[http://www.herklotzgasse21.at/] mit Radio Orange 94.0[http://o94.at/].
In den Erinnerungen der Zeitzeug/innen spielt die Herklotzgasse 21 eine bedeutende Rolle als der Ort ihrer ersten jüdischen Sozialisation außerhalb der Familie, aber auch einfach als der Platz, an dem sie einen liebevoll geführten und pädagogisch fortschrittlichen Montessori-Kindergarten oder den Turnverein besuchten. Ältere Kinder waren Mitglieder zionistischer Jugendorganisationen, die 1938/39 zu den wichtigsten Fluchthelfern für Jugendliche wurden. Die Ausspeisung, die hier seit 1906 für die ärmsten Juden und Jüdinnen bestand, wurde nach 1938 für viele zu einer bitteren Notwendigkeit, als ihnen alle Möglichkeiten, für ihren eigenen Unterhalt aufzukommen, genommen worden waren.
Die Zusammenstellung von Interviewpassagen entstammt dem "Audioguide Wien 15 – Orte erinnern, Menschen erzählen. Die Geschichte einer jüdischen Vorstadtgemeinde", einer Koproduktion des Projektes "Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel"[http://www.herklotzgasse21.at/] mit Radio Orange 94.0[http://o94.at/].