1945 - "Christbäume" am Himmel
Katalogzettel
| Titel | 1945 - "Christbäume" am Himmel |
| Titelzusatz |
Oral History Interview mit Irmgard Hallama - 1. Teil [Ausschnitt] |
| Spieldauer | 00:01:26 |
| Mitwirkende |
Hallama, Irmgard [Interviewte/r]
Hallama, Eva [Interviewer/in] [GND ] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2017.07.12 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Baden bei Wien [Aufnahmeort]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Interview ; Familie ; Zweiter Weltkrieg ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
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20. Jahrhundert - 40er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e13-08498_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Irmgard Hallama. Quelle: Österreichische Mediathek/MenschenLeben, Hallama
Information
Inhalt
Während ihre Mutter sie bei nahenden Fliegerangriffen in den Luftschutzkeller bringen wollte, sah Irmgard Hallama lieber den sogenannten „Christbäumen“ zu, die vom Himmel fielen. So wurden die Leuchtmittel genannt, mit denen die Ziele für die alliierten Bomber markiert wurden und die – stufenförmig – wie Christbäume aussahen. Luftangriffe wurden auf das nahe gelegene Wiener Neustadt, Zentrum der Rüstungsindustrie, bereits seit 1943 geflogen. Die schweren Bombenschäden und Todesopfer, die Österreich durch die Bombardierung bis 1945 erlitt und die letztlich zur Befreiung vom nationalsozialistischen Regime führten, waren im österreichischen Gedächtnis lange Inbegriff von Krieg und Zerstörung. Als solches vermochten sie es paradoxerweise, die Idee von Österreich als erstem Opfer NS-Deutschlands zu stützen und den aktiven Part, den die österreichische Bevölkerung für den „Anschluß“ und den Krieg übernommen hatte, zu verschleiern.