Insalata mista
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Information
Inhalt
Hasija Boric als Barkeeper ; Inge Altenburger als Koch ; Uwe Falkenbach als Bill ; Christian Dolezal als Ronnie ; Doris Weiner als Nancy ; Nicolaus Hagg als James ; Alfred Rupprecht als Gene ; Bernhard Hall als Henrick ; Anna Franziska Srna als Alda ; Gen Seto als Kenzamburo
[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Die Theatergesetze
Die Gesetze des Theaters! … die Gesetze des Films! Die Oper hat wieder andere Gesetze, wiederum andere die Malerei oder die brave Bildhauerei (Pinck-pinck).
Dem Theater geben, was des Theaters ist! Dem Film geben, was des Films ist! (Was ist des Films?! Zack!) Dem braven Bildhauer gibt man einen mittleren Felsen (Pinck-pinck!).
Die Gesetze sind eben metierbedingt. Zosch! Bämm!, sag ich; welche Dunkelmänner sitzen hinter diesen Gesetzen, wessen (knusprige) Redisfeder schrieb sie nieder?
ALLGEMEINES GESETZBUCH FÜR DRAMATIKER (AGB f. DRM) – Zock!!
Jeder siebengescheite Dramatiker hat solche Gesetze erlassen; z.B.: LESSING, SCHILLER, BRECHT BERTL (der die Welt verändern wollte) und DÜRRENMATT FRITZI, der lustige Thesenbastler. Jeder sagte uns genau, wie man Stücke machen müsse und was man im Theater zu tun habe.
Zock! Wie komm denn ich dazu, so doof Stücke zu machen!?
„… und mit diesem Satz entlassen wir das Publikum in die Pause.“
Hurra! Ein dramatischer Trick! Finte! Finte! Ächz!
Zum Teufel mit eurem Zaubernapf! Zoiiiing! Was Ihr notwendig habt, ist für andere nicht Gesetz! Ist uninteressant; z.B.:
DAS HANDWERK.
Das sogenannte dramatische Handwerk. Treffendes Wort. Ja, bin ich denn ein Tischler??? IST WOLFI EIN TISCHLER???!!! Nein! Zoing!
„Ein doll jezimmertes Stück, Junge!“
„Er beherrscht das ganze Theater von der Pieke auf!“ (Scheiß auf die Pieke!)
„Zehnjährig begann er als Kulissenschieber, wurde dann Souffleuse, dann Billeteur, später Harfenistin, ehe er sich gänzlich dem Stückeschreiben verschrieb.“
„Er ist kein Dichter, aber dafür ein Dramatiker!“ (Der Dichter macht piep-piep, der Dramatiker piep zack!? Der dramatische Dichter wohl: Piiiiiep-zack-piiiiep!)
Ihr Herren des Gesetzes, Ihr Theaterjuristenpack! Behaltet eure Binsenwahrheiten für euch! Macht euren Theaterkram selber, ohne andere mit euren zimmermännischen Forschungsreisen und Tips zu bemuttern. Von mir werdet Ihr nie so’n Quatsch hören, o Freunde (und sicherlich auch Fans von Wolfis neuem Stück)!
FREIHEIT NICHT NUR FÜR DRAMATISCHE FIGUREN,
FREIHEIT AUCH FÜR …!
Junge, Junge, fast hätte ich mich hinreißen lassen – ziiiiiup! – so irgend’nen doofen Otto von mir zu geben.
Das wär’s Freunde; schaut hin!
(Aus: Wolfgang Bauer „Werke. Sechster Band. Kurzprosa, Essays und Kritiken“, Verlag Droschl, 1987)
Die Gesetze des Theaters! … die Gesetze des Films! Die Oper hat wieder andere Gesetze, wiederum andere die Malerei oder die brave Bildhauerei (Pinck-pinck).
Dem Theater geben, was des Theaters ist! Dem Film geben, was des Films ist! (Was ist des Films?! Zack!) Dem braven Bildhauer gibt man einen mittleren Felsen (Pinck-pinck!).
Die Gesetze sind eben metierbedingt. Zosch! Bämm!, sag ich; welche Dunkelmänner sitzen hinter diesen Gesetzen, wessen (knusprige) Redisfeder schrieb sie nieder?
ALLGEMEINES GESETZBUCH FÜR DRAMATIKER (AGB f. DRM) – Zock!!
Jeder siebengescheite Dramatiker hat solche Gesetze erlassen; z.B.: LESSING, SCHILLER, BRECHT BERTL (der die Welt verändern wollte) und DÜRRENMATT FRITZI, der lustige Thesenbastler. Jeder sagte uns genau, wie man Stücke machen müsse und was man im Theater zu tun habe.
Zock! Wie komm denn ich dazu, so doof Stücke zu machen!?
„… und mit diesem Satz entlassen wir das Publikum in die Pause.“
Hurra! Ein dramatischer Trick! Finte! Finte! Ächz!
Zum Teufel mit eurem Zaubernapf! Zoiiiing! Was Ihr notwendig habt, ist für andere nicht Gesetz! Ist uninteressant; z.B.:
DAS HANDWERK.
Das sogenannte dramatische Handwerk. Treffendes Wort. Ja, bin ich denn ein Tischler??? IST WOLFI EIN TISCHLER???!!! Nein! Zoing!
„Ein doll jezimmertes Stück, Junge!“
„Er beherrscht das ganze Theater von der Pieke auf!“ (Scheiß auf die Pieke!)
„Zehnjährig begann er als Kulissenschieber, wurde dann Souffleuse, dann Billeteur, später Harfenistin, ehe er sich gänzlich dem Stückeschreiben verschrieb.“
„Er ist kein Dichter, aber dafür ein Dramatiker!“ (Der Dichter macht piep-piep, der Dramatiker piep zack!? Der dramatische Dichter wohl: Piiiiiep-zack-piiiiep!)
Ihr Herren des Gesetzes, Ihr Theaterjuristenpack! Behaltet eure Binsenwahrheiten für euch! Macht euren Theaterkram selber, ohne andere mit euren zimmermännischen Forschungsreisen und Tips zu bemuttern. Von mir werdet Ihr nie so’n Quatsch hören, o Freunde (und sicherlich auch Fans von Wolfis neuem Stück)!
FREIHEIT NICHT NUR FÜR DRAMATISCHE FIGUREN,
FREIHEIT AUCH FÜR …!
Junge, Junge, fast hätte ich mich hinreißen lassen – ziiiiiup! – so irgend’nen doofen Otto von mir zu geben.
Das wär’s Freunde; schaut hin!
(Aus: Wolfgang Bauer „Werke. Sechster Band. Kurzprosa, Essays und Kritiken“, Verlag Droschl, 1987)
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Premiere war am [1997.10.26]