Phädra
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[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Eine Frau, eine Königin, liebt ihren Stiefsohn und diese unglückliche, verbotene Liebe reißt ihn und sie selbst in eine blutige Tragödie. Eine uralte Geschichte. Erstmals von Euripides im Jahr 428 vor Christus dramatisch bearbeitet und dann immer wieder, von Seneca, von Racine, von d‘Annunzio, zuletzt von der jungen Engländerin Sarah Kane. Sie scheinen ihre Faszination nie zu verlieren, diese uralten Geschichten, die sich die Menschen erzählten, lange bevor sie sie aufschreiben konnten und deren ursprüngliche Bedeutung schon vergessen oder nicht mehr zu verstehen war, als sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurden. Sie sind offen für neue Interpretationen, neue Bedeutungen, neue Erzählformen, aber sie behalten ihre archaische Gewalt, ihre mythische Kraft. Der Blick von heute auf die formvollendete Phèdre des Racine aus dem Jahr 1677 und durch sie hindurch auf die Phädratragödie des Euripides und weiter zurück auf die mythischen Ursprünge des Stoffs ähnelt einer Entdeckungsreise durch die Wildnis der Leidenschaften oder einer Archäologie der Gefühle .
Phädra - Andrea Jonasson, Oenone - Vera Borek, Arikia Anna - Franziska Srna, Theseus - Thomas Evertz, Hippolytos - Christoph von Friedl, Theramenes - Hannes Gastinger, Ismene - Johanna Mertinz, Panope - Jaschka Lämmert