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aus dem Archiv der Österreichischen Mediathek
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1918
1918 – Die Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkriege führte zum Zerfall des Habsburgerreiches. Unter den Nachfolgestaaten gab es Sieger, wie die Tschechoslowakei und Polen, aber auch Besiegte, wie Ungarn oder die Republik Deutsch-Österreich – die Erste Republik. Das Alte war für immer vergangen, ob die Neuordnung Bestand haben würde, war unklar.
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1938
März 1938: Die nationalsozialistische Machtübernahme und der „Anschluss“ Österreichs bringen eine massive Propagandawelle, staatlichen Terror sowie Verhaftungen politischer Gegner/innen mit sich und zwingen vor allem jüdische Mitbürger/innen zu Flucht und Exil.
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1968-1978
1968 und 1978 umfassen einen Zeitraum gesellschaftlicher, kultureller und politischer Veränderungen. Das Ende des Prager Frühlings 1968, der Höhe- und Wendepunkt des Vietnamkriegs, die Studenten- und Jugendrevolte 1968: Es wurden auch in Österreich gewohnte Pfade hinterfragt und Alternativen entwickelt – deutlich auch am „Nein“ zur Atomkraft im Jahr 1978.
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1988
In der österreichischen Geschichtspolitik spielen die Debatten um den Umgang Österreichs mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit eine zentrale Rolle. Im „Bedenkjahr 1988“ wurde die historische Positionierung Österreichs als „erstes Opfer des Nationalsozialismus“ im Rahmen einer breiten öffentlichen Debatte hinterfragt …
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100 Jahre – 100 Töne
100 Frauen und Männer erzählen in 100 kurzen und kurzweiligen Geschichten Erlebnisse aus 100 Jahren. Begeben Sie sich mit uns und den Menschen, die der Österreichischen Mediathek in Interviews ihre Lebensgeschichte anvertraut haben, auf eine Zeitreise von den Anfängen der Ersten Republik bis ins dritte Jahrtausend.
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Das Kriegsende
Der erste Weltkrieg - Kapitel 1

Das Kriegsende

1918 scheiterte die deutsche Frühjahrsoffensive an der Westfront ebenso wie Österreich-Ungarns letzte Angriffe an der Piave und in den Alpen im Juni. Nachdem die Entente an allen Fronten zum Gegenangriff überging, endete im Herbst 1918 dieser Krieg für die Mittelmächte mit der militärischen Niederlage, einer Reihe von Waffenstillstandsabkommen und dem Ende dreier Monarchien.
Das Kriegsende
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Der Zerfall der Habsburgermonarchie
Der erste Weltkrieg - Kapitel 2

Der Zerfall der Habsburgermonarchie

Der Zerfall der Donaumonarchie bedeutete den Untergang der Jahrhunderte an der Macht gewesenen Dynastie der Habsburger. Neue Nationalstaaten entstanden auf dem Gebiet der ehemaligen Monarchie und die radikalen Änderungen dieser Zeitwende lösten sowohl Begeisterung als auch Angst vor der Zukunft aus.
Der Zerfall der Habsburgermonarchie
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Der Beginn der 1. Republik
Der erste Weltkrieg - Kapitel 3

Der Beginn der 1. Republik

Im Friedensvertrag von Saint-Germain entstand 1919 die Republik Österreich. Aus den Bewohnern einer ehemaligen Großmacht wurden solche eines verarmten Kleinstaates mit noch unsicheren Grenzen und ungewissen Zukunftschancen. Am Beginn standen wirtschaftliche Not und der Zweifel an der Lebensfähigkeit des Staates.
Der Beginn der 1. Republik
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Das Ende der 1. Republik
Der erste Weltkrieg - Kapitel 4

Das Ende der 1. Republik

Die starken ideologischen Gegensätze zwischen dem bürgerlichen und dem sozialdemokratischen Lager, die zunehmend mit immer radikaleren Mitteln auch auf der Straße ausgetragen wurden, dominierten die politischen Geschehnisse der 1. Republik und führten letztendlich zu ihrem Untergang.
Das Ende der 1. Republik
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Republik „Deutsch-Österreich“ und Tschechoslowakische Republik
Wien - Prag 1918, Kapitel 1

Republik „Deutsch-Österreich“ und Tschechoslowakische Republik

In rascher Folge wurden auf dem Gebiet der zerfallenen Monarchie zahlreiche neue Staaten proklamiert. Zunächst ging es darum, hinsichtlich der Territorien Fakten zu schaffen und den Friedensverhandlungen, wo die Siegermächte über die neuen Staaten entschieden, vorzugreifen. Die Friedensverträge boten schließlich die Grundlage für neue Verfassungen …
Republik „Deutsch-Österreich“ und Tschechoslowakische Republik
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Německo-Rakouská a Československá republika
Vídeň - Praha 1918, kapitola 1

Německo-Rakouská a Československá republika

V rychlém sledu byli na území se rozpadlé monarchie založeny nové státy. Nejdříve se jednalo, ještě před začátkem mírových jednání během kterých o novém uspořádání jenalli vítězné velmoci, o vytvoření teritoriálních faktů. Mírové smlouvy se stali základem nových ústav…
Německo-Rakouská a Československá republika
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Perspektiven aus den Jahren 1922-1939
Wien - Prag 1918, Kapitel 2

Perspektiven aus den Jahren 1922-1939

Gelang die Konsolidierung der neuen Staaten, wurden die Gründungsereignisse ins Zentrum des kollektiven politischen Gedächtnisses gestellt. In den Krisen der Zwischenkriegszeit wurden die Staatsgründungen aus parteiischen Gesichtspunkten und in wechselnden historischen Perspektiven umgedeutet – ein letztes Mal anlässlich der NS-deutschen Zerstörung der beiden Staaten …
Perspektiven aus den Jahren 1922-1939
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Perspektivy let 1922-1939
Vídeň - Praha 1918, kapitola 2

Perspektivy let 1922-1939

Po zdařilé konsolidaci nových států se staly události v době zakládání, součástí kolektivní paměti. Tyto události byly, ale ze stranicko-politických důvodů a také v důsledku krizových období často odlišně vyprávěny - naposledy v době zničení obou států Národními socialisty...
Perspektivy let 1922-1939
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Perspektiven aus den Jahren 1939-1960
Wien - Prag 1918, Kapitel 3

Perspektiven aus den Jahren 1939-1960

Die 1945 wiedererrichteten Staaten griffen erneut auf die Gründungen der Republiken Österreich und Tschechoslowakei zurück. Doch bald wurden in beiden Ländern die Anfänge der Staaten zugunsten anderer Narrative aus dem Zentrum des Gedenkens verdrängt – aus unterschiedlichen Gründen …
Perspektiven aus den Jahren 1939-1960
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Perspektivy let 1939-1960
Vídeň - Praha 1918, kapitola 3

Perspektivy let 1939-1960

Po roce 1945, potom co oba státy byly znovuzaloženy, byly prvopočátkyí obou republik, Rakouské a Československé, vyzdnihovány. Tyto narativy o založení republik se však z různých důvodů začaly měnit a byly vytlačovány…
Perspektivy let 1939-1960
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Perspektiven aus den Jahren 1960-1990
Wien - Prag 1918, Kapitel 4

Perspektiven aus den Jahren 1960-1990

1968 – während der gesellschaftlichen Aufbruchsereignisse und nach Niederschlagung des Prager Frühlings – wurden Österreich und Tschechoslowakei 50 Jahre alt. Das Jubiläum verpflichtete zur Reflexion dieses Erbes und seiner damaligen Bedeutung. In der CSR folge die historische Verdrängung im Zuge der „Normalisierung“. In Österreich zeigten sich 1978 auch an diesem Thema die Errungenschaften der gesellschaftlichen Liberalisierung …
Perspektiven aus den Jahren 1960-1990
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Perspektivy let 1960-1990
Vídeň - Praha 1918, kapitola 4

Perspektivy let 1960-1990

V roce 1968, v době společenských změn a reforem, slavily obě republiky 50 let svého trvání, které obě republiky využily k relfexi významu tehdejších událostí. V ČSSR následovalo v době „normalizace“ vykleštění událostí roku 1918 z veřejného prostoru. Pro Rakousko byl rok 1978 a zacházení s tématikou založení státu důkazem liberalizace společnosti…
Perspektivy let 1960-1990
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Perspektiven aus den Jahren 1990-2018
Wien - Prag 1918, Kapitel 5

Perspektiven aus den Jahren 1990-2018

Die „samtene Revolution“ und die folgende Teilung von Tschechien und Slowakei, der EU-Beitritt Österreichs und der beiden Nachbarländer schufen neue Perspektiven, in denen die Republiksgründungen zunächst eher in die historische Ferne zu rücken schienen …
Perspektiven aus den Jahren 1990-2018
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Perspektivy let 1990-2018
Vídeň - Praha 1918, kapitola 5

Perspektivy let 1990-2018

„Sametová“ revoluce, rozdělení Českoslovenka na dva samostatné státy, vstoupení Rakouska do EU a následné přistoupení Slovenské a České republiky vytvořily nové perspektivy, které zakládání republik nejdříve spíše historisovaly…
Perspektivy let 1990-2018
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Der „Anschluss“ – Begeisterung, Propaganda und Repressionen
Kapitel 1

Der „Anschluss“ – Begeisterung, Propaganda und Repressionen

Der „Anschluss“ an das Deutsche Reich am 12. März 1938 beendet die Unabhängigkeit Österreichs. Unter begeisterter Zustimmung großer Teile der Bevölkerung übernehmen im März 1938 die Nationalsozialisten die Macht. Eine Propagandawelle überrollt das Land und übertönt jene, die dem Regime kritisch gegenüberstehen oder von ihm verfolgt werden.
Der „Anschluss“ – Begeisterung, Propaganda und Repressionen
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Heldenplatz
Kapitel 2

Heldenplatz

Heldenplatz – eine Wiener Stätte und zugleich ein Trauma: der Ort, an dem Hitler am 15. März 1938 das Ende Österreichs verkündet hat – unter begeisterter Zustimmung unzähliger Wiener/innen. Andere schwiegen, trauerten – oder wurden rasch vom neuen Terrorregime verfolgt. Wie sich daran und die folgenden Tragödien erinnern, wie mit der Erinnerung umgehen?
Heldenplatz
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Vertreibung, Flucht und Exil
Kapitel 3

Vertreibung, Flucht und Exil

Die Vertreibung zehntausender Österreicherinnen und Österreicher aus ihrer Heimat bedeutete nicht nur eine persönliche Tragödie für die Betroffenen und ihre Familien, sondern auch einen unwiederbringlichen Verlust für Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Wirtschaft Österreichs.
Vertreibung, Flucht und Exil
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Zeitzeug/innen erinnern sich
Kapitel 4

Zeitzeug/innen erinnern sich

Private Erinnerungen an die politischen Ereignisse und den Alltag unter den neuen Machthabern sowie das Sich-Erinnern an persönliche Tragödien wie Verfolgung, Mord, Enteignung und Vertreibung stellen wichtige und einzigartige Zeugnisse zu den traumatischen Ereignissen des Jahres 1938 dar.
Zeitzeug/innen erinnern sich
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1968 – Proteste, Aufbruch
Kapitel 1

1968 – Proteste, Aufbruch

Die weltweiten Proteste gegen ein überholtes Gesellschaftsbild, ein veraltetes Bildungssystem und den Vietnamkrieg fanden auch in Österreich – wenn auch deutlich schwächer als in anderen Ländern – ihren Ausdruck. Während der Niederschlagung des Prager Frühlings nahm Österreich viele tschechoslowakische Flüchtlinge auf und wurde zur Drehscheibe der Berichterstattung über die Invasion von Truppen des Warschauer Pakts in die ČSSR.
1968 – Proteste, Aufbruch
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1978 – Nein zu Zwententdorf
Kapitel 2

1978 – Nein zu Zwententdorf

1978 fand mit der ersten Volksabstimmung in der Zweiten Republik eine dauerhafte Weichenstellung statt. Die Atomkraft wurde als Energiequelle aus Österreich verbannt. Die 1968 begonnene Entwicklung einer österreichischen Zivilgesellschaft fand mit der Anti-Atom-Bewegung einen ersten Höhepunkt. Bis zum Einzug einer grünen Partei ins Parlament sollten allerdings noch weitere acht Jahre vergehen.
1978 – Nein zu Zwententdorf
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Von der Moskauer Deklaration bis zur „Watchlist“
Kapitel 1

Von der Moskauer Deklaration bis zur „Watchlist“

Nach außen hin stellte sich das offizielle Österreich lange als „erstes Opfer“ des Nationalsozialismus dar. Nach innen wurden die Verbrechen des NS-Regimes weithin marginalisiert. Im Zuge der Waldheim-Affäre 1986 setzte eine verstärkte Auseinandersetzung um die Mitverantwortung und die Gedenkkultur in Österreich ein.
Von der Moskauer Deklaration bis zur „Watchlist“
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Das „Bedenkjahr 1988“
Kapitel 2

Das „Bedenkjahr 1988“

Im 1988 ausgerufenen Bedenkjahr wurden „Vergangenheitsbewältigung“ und der Umgang mit der jüngeren Geschichte Österreichs zum breit und kontrovers diskutierten Thema – das zeigen etwa die Auseinandersetzungen um Alfred Hrdlickas „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ und um Thomas Bernhards Drama „Heldenplatz“.
Das „Bedenkjahr 1988“
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Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen
Kapitel 3

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen

Persönliche Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben nicht nur Einblicke in persönliche Erlebnisse, sondern vermitteln auch Einstellungen zu politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Sie zeigen den individuellen und kollektiven Umgang mit Vergangenheit und machen „blinde Flecken“ in der österreichischen Geschichtsschreibung sichtbar.
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen
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Genug gedacht? Gedenken nach 1988
Kapitel 4

Genug gedacht? Gedenken nach 1988

Auch nach den teilweise sehr kontrovers geführten medialen und politischen Debatten des Jahres 1988 wurde die Diskussion um Österreichs Rolle während der NS-Zeit weitergeführt. Fand danach ein Umdenken statt? Welche Auswirkungen hatte das Bedenkjahr 1988 auf die österreichische Gedächtniskultur und Geschichtspolitik?
Genug gedacht? Gedenken nach 1988
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100 Jahre 100 Töne

100 Jahre 100 Töne

100 Frauen und Männer erzählen in 100 kurzen und kurzweiligen Geschichten Erlebnisse aus 100 Jahren. Begeben Sie sich mit uns und den Menschen, die der Österreichischen Mediathek in Interviews ihre Lebensgeschichte anvertraut haben, auf eine Zeitreise von den Anfängen der Ersten Republik bis ins dritte Jahrtausend.
100 Jahre 100 Töne
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Gedenkjahr 2018: Genug gedacht? – Nicht wirklich, weil Brüche und Wendepunkte unserer Vergangenheit immer von einem gegenwärtigen Standpunkt betrachtet werden und jede Generation Geschichte neu entdecken muss. Kultureinrichtungen wie die Österreichischen Mediathek ermöglichen diese wichtige Auseinandersetzung.