Endlich darüber reden - Interview mit Alfred Ströer - 2. Teil
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Alfred Ströer spricht über die Verdrängung in der Nachkriegszeit, Opfer-Hilfen, das Thema NS-Zeit an den Universitäten und Schulen, die Gründung des Dokumentationsarchivs und über Glücksmomente im Leben. Zitate: "Wir haben ja gegen die Nazis nicht viel gemacht, wir haben Flugblätter hergestellt und verteilt. Der Text ist heute noch in Ordnung, wo eben drinnen steht: Seid vorsichtig - Hitler bedeutet Krieg - alles spricht dafür. Wir wollten keine Helden sein, und ich sage immer, wir waren keine Helden. Uns hat man halt erwischt bei einer - wie wir glauben - guten Tat. Mich hat mein ganzes Leben die Tatsache berührt, dass ich meinen Eltern Sorgen machte. Ich war der letzte in einer Gruppe von 13, der das alles Gott sei Dank überlebt hat und niemand einen Namen sagte. Die ganzen Jahre habe ich nachgedacht, was ich meinen Eltern da angetan, dass die meinetwegen leiden müssen. Auch wir haben nicht viel erzählt. Was hätte ich schon sagen sollen. Meine Kinder haben nach dem Krieg aus verschiedenen Berichten über mich oder aus Erzählungen anderer erfahren, was mit mir los war. Von mir haben sie das gar nicht erfahren. Ich hätte ihnen das lang und breit erklären müssen, und damit man sich das erspart, hat man eben nichts erzählt. So war das."