Interview mit Alois Kaufmann - 2. Teil
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Inhalt
Alois Kaufmann spricht über den Alltag und dem Tagesablauf am Spiegelgrund, der von Torturen gekennzeichnet war, um die "schwererziehbaren" Kinder psychisch zu brechen, das Ziel der nationalsozialistischen Erziehung. Er erzählt von diversen Strafen, von psychischer Belastung, von Beschämung, aber auch von der medizinischen Behandlung in Form von Tabletten, die die Kinder müde machten. Alois Kaufmann geht auch auf die Zeit nach dem Krieg und Nationalsozialismus ein. Es war sehr schwer für ihn, wieder einen Alltag in Freiheit aufzubauen. Mehrmals ist er beinahe in die Kriminalität abgerutscht. 1960 wurde er wegen Homosexualität, die in Österreich bis ins Jahr 1971 auch unter Erwachsenen strafrechtlich verfolgt wurde (§129 I b), verhaftet und zu 5 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt, die er im Gefängnis in der Josefstadt absaß.
Grund der Verfolgung während des NS-Regimes:
Verfolgung als "schwer erziehbar"
Orte der Inhaftierung:
Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof" - Kinderfachabteilung "Am Spiegelgrund"