Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2015.03.01]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Lust aufs Leben - Kultur aus allen Richtungen
Katalogzettel
| Titel | Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2015.03.01] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Huemer, Michael [Moderation]
Rescheneder, Walter Lechner, Andreas [GND ] Kartas, Herbert ORF Radio Oberösterreich [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.03.01 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Musik ; U-Musik ; Nachrichten ; Vokalmusik - Chormusik, Chorwerke ; Volksmusik - Volkstümliche Musik Österreich ; Moderne Musikformen - Jazz ; Islam ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Kontinente / Asien
|
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-00970_K01, E53-00970 e53-00970 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Lust aufs Leben - Kultur aus allen Richtungen |
Information
Inhalt
Ende der Sendung "Klingendes Oberösterreich" - die bunte Mischung von heimischer und internationaler Blasmusik, zusammengestellt und präsentiert von Bundeskapellmeister Walter Rescheneder. Danach "Lust aufs Leben" (21-22 Uhr) der abendliche, sonntägliche Kulturmix.
Fortsetzung einer Reise, die wir vor drei Wochen begonnen haben. Sie führte uns in die Musikwelt des islamischen Afrika, also in Staaten, die dem arabischen Kulturkreis zugeordnet werden. Heute Begegnungen mit Staaten aus dem konfliktträchtigen Nahen und Mittleren Osten wie Libanon, Armenien, Syrien, Palästina, Iran, Indien und Pakistan. Es soll damit etwas von der Schönheit, Weisheit und Poesie orientalischer und islamischer Musik vermittelt werden, die mit der Barbarei des realpolitischen Islamismus nichts zu tun hat.
Vereinbarkeit von Islam und Musik
Es ist gar nicht einfach, sich der arabischen Musikwelt anzunähern, ohne sich falsche Vorstellungen von ihr zu machen. Die westlichen Medien neigen nämlich dazu, die islamisch-arabische Musikkultur als eine Abfolge klagender Stimmen und Bauchtanzrhythmen darzustellen. Befasst man sich näher damit, dann trifft man auf eine große Stilvielfalt und gleich auf ein riesiges Problem: um die Frage der Vereinbarkeit von Islam und Musik. Nach der iranischen Revolution 1978 wurde es Frauen verboten, öffentlich zu musizieren. Als beispielsweise die Taliban 1996 in Afghanistan an die Macht kamen, ließen sie Musik und künstlerische Darbietungen überhaupt verbieten. Sie folgten dabei einer sehr strengen Auslegung des Koran. Doch dieser ist eigentlich nicht musikfeindlich und vom Propheten Mohammed wird gesagt, dass er ein Ohr für den schönen Klang der Musik gehabt haben soll.
Es ist gar nicht einfach, sich der arabischen Musikwelt anzunähern, ohne sich falsche Vorstellungen von ihr zu machen. Die westlichen Medien neigen nämlich dazu, die islamisch-arabische Musikkultur als eine Abfolge klagender Stimmen und Bauchtanzrhythmen darzustellen. Befasst man sich näher damit, dann trifft man auf eine große Stilvielfalt und gleich auf ein riesiges Problem: um die Frage der Vereinbarkeit von Islam und Musik. Nach der iranischen Revolution 1978 wurde es Frauen verboten, öffentlich zu musizieren. Als beispielsweise die Taliban 1996 in Afghanistan an die Macht kamen, ließen sie Musik und künstlerische Darbietungen überhaupt verbieten. Sie folgten dabei einer sehr strengen Auslegung des Koran. Doch dieser ist eigentlich nicht musikfeindlich und vom Propheten Mohammed wird gesagt, dass er ein Ohr für den schönen Klang der Musik gehabt haben soll.