Sigmund Freud spricht 1938 für die BBC in London
Katalogzettel
| Titel | Sigmund Freud spricht 1938 für die BBC in London |
| Spieldauer | 00:01:51 |
| Mitwirkende |
Freud, Sigmund [Interviewte/r]
[GND
]
BBC TV [Produzent] Vincent Voice Library [Produzent] |
| Datum |
1938.12.07 [Vermutliches Datum] |
| Ort |
Wien [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Wissenschaft und Forschung ; Psychologie ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Migration ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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|
20. Jahrhundert - 10er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Englisch English Web Version |
| Rechte |
Audio: Mit freundlicher Genehmigung der Sigmund Freud Copyrights, England |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-38004_b06_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
In der BBC sprach Sigmund Freud im Dezember 1938, unmittelbar nach seiner erzwungenen Emigration aus Wien und aus seiner Wohnung in der Berggasse 19, wo er 47 Jahre gelebt und ordiniert hatte. In wenigen Sätzen fasst Freud sein Lebenswerk der Psychoanalyse und seine Anstrengung um deren Anerkennung zusammen - langsam sprechend und in seiner Artikulationsfähigkeit beeinträchtigt von dem seit 16 Jahren fortschreitenden Gaumenkrebs und der dessentwegen durchgeführten Operationen.
Aus der Wiener Wohnung konnte er einen Großteil seiner Bibliothek, seiner Antikensammlung und seiner Möbel mit ins Exil nehmen – eine Möglichkeit, die kaum einem anderen jüdischen Flüchtling nach dem "Anschluss" Österreichs ans Deutsche Reich vergönnt war. Nur ein kleiner Teil der Möblierung, nämlich des Wartezimmers, sollte von Anna Freud dem Sigmund-Freud-Museum Wien zurückgeschenkt werden. Ansonsten blieb die Berggasse 19 in Bezug auf Sigmund Freud ein Ort der Leere und des politisch schuldhaften Verlusts.
Aus der Wiener Wohnung konnte er einen Großteil seiner Bibliothek, seiner Antikensammlung und seiner Möbel mit ins Exil nehmen – eine Möglichkeit, die kaum einem anderen jüdischen Flüchtling nach dem "Anschluss" Österreichs ans Deutsche Reich vergönnt war. Nur ein kleiner Teil der Möblierung, nämlich des Wartezimmers, sollte von Anna Freud dem Sigmund-Freud-Museum Wien zurückgeschenkt werden. Ansonsten blieb die Berggasse 19 in Bezug auf Sigmund Freud ein Ort der Leere und des politisch schuldhaften Verlusts.