Schützenkompanie für die Fronleichnamsprozession in Hörbranz (1972)
Katalogzettel
| Titel | Schützenkompanie für die Fronleichnamsprozession in Hörbranz (1972) |
| Spieldauer | 00:23:03 |
| Urheber/innen |
Kapfhammer, Günther [Wiss. Verfasser/in]
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| Mitwirkende |
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
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| Datum |
1972 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Hörbranz [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Ethnologie ; Religion ; römisch - katholische Kirche ; Festakte ; Dokumentation ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Vorarlberg
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Nummern |
C 1512 |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-02786_01_b01_k02, vx-02786_01_b01_k01, vx-02786_01_b01 |
| Medienart | avi-Videodatei |
Information
Inhalt
Die Fronleichnamsprozessionen des Alpenraumes finden wegen ihrer rituellen, räumlichen und sozialen Strukturierung sowie wegen ihrer reichen Ausgestaltung volkskundliches und volkstümliches Interesse. Im vorarlbergischen Hörbranz bei Bregenz gehört die Schützenkompanie mit Musikkapelle zu den bestimmenden Elementen des Festes.
Die Schützenkompanie bestand in ihrer militärischen Funktion seit dem 17. Jahrhundert und trägt in dem Filmdokument Uniformen sowie Waffen aus dem 19. Jahrhundert. Angeführt vom Priester unter dem Fronleichnams-Baldachin, gefolgt von den Schützen und der Schützenkapelle, zieht die Prozession, in deren Zusammensetzung sich die gesamte Gesellschaft der Ortschaft abzeichnet, zu vier Altären, die unter freiem Himmel für diesen Anlass errichtet wurden. Bei jedem Altar geben die Schützen eine Ehrensalve ab. Außerdem sind am Weg Devotionalien aufgestellt und erweitern auf diese Weise die sakrale Topografie. In den Fluren, in die nur zu Fronleichnam die Hostie getragen werden darf, um den landwirtschaftlichen Ertrag geistlich zu befördern, werden Böllerkanonen abgeschossen. Eine Parade der Kompanie und ein Platzkonzert der Schützenmusikkapelle gehören zu den fixen Bestandteilen des Festes, das auf einer Wiese mit Freibier und einer Jause für die Schützen gesellig endet.
# Der volkskundliche Film wurde, in Zusammenarbeit mehrerer österreichischer und bayrischer Institutionen, von der Bundesstaatlichen Hauptstelle für wissenschaftliche Kinematografie produziert, 1972 gedreht und 1976 veröffentlicht.
Die Schützenkompanie bestand in ihrer militärischen Funktion seit dem 17. Jahrhundert und trägt in dem Filmdokument Uniformen sowie Waffen aus dem 19. Jahrhundert. Angeführt vom Priester unter dem Fronleichnams-Baldachin, gefolgt von den Schützen und der Schützenkapelle, zieht die Prozession, in deren Zusammensetzung sich die gesamte Gesellschaft der Ortschaft abzeichnet, zu vier Altären, die unter freiem Himmel für diesen Anlass errichtet wurden. Bei jedem Altar geben die Schützen eine Ehrensalve ab. Außerdem sind am Weg Devotionalien aufgestellt und erweitern auf diese Weise die sakrale Topografie. In den Fluren, in die nur zu Fronleichnam die Hostie getragen werden darf, um den landwirtschaftlichen Ertrag geistlich zu befördern, werden Böllerkanonen abgeschossen. Eine Parade der Kompanie und ein Platzkonzert der Schützenmusikkapelle gehören zu den fixen Bestandteilen des Festes, das auf einer Wiese mit Freibier und einer Jause für die Schützen gesellig endet.
# Der volkskundliche Film wurde, in Zusammenarbeit mehrerer österreichischer und bayrischer Institutionen, von der Bundesstaatlichen Hauptstelle für wissenschaftliche Kinematografie produziert, 1972 gedreht und 1976 veröffentlicht.