Modellieren und Schnitzen von Masken in einem Matreier Familienbetrieb (1973)
Katalogzettel
| Titel | Modellieren und Schnitzen von Masken in einem Matreier Familienbetrieb (1973) |
| Spieldauer | 00:31:27 |
| Urheber/innen |
Koenig, Otto [Wiss. Verfasser/in]
|
| Mitwirkende |
BHWK [Produzent]
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent] Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Produzent] |
| Datum |
1973 [Produktionsdatum] |
| Ort |
Matrei [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Tirol
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Nummern |
V 1305 |
| Sprache |
stumm |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-02718_01_b01_k02, vx-02718_01_b01_k01, vx-02718_01_b01 |
| Medienart | avi-Videodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2017.
Information
Inhalt
Dieser Film über die Maskenherstellung in einer Familie ist einer der zahlreichen Dokumentationen des Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (bis 1967 Biologische Station Wilhelminenberg), die sich mit dem Nikolausbrauchtum in Osttirol beschäftigen. Die Initiative dazu ging von Otto König, dem Gründer und Leiter dieser Institution, aus. In diesem Film zeichnete Otto König nicht nur als wissenschaftlicher Verfasser, sondern führte gemeinsam mit Kurt Kolar die Kamera; Hannelore Birnbaum macht den Schnitt.
Ungewöhnlich unter der ethnografischen Filmen, die sich mit handwerklichen Tätigkeiten in Österreich beschäftigen, zeigt dieser eine ganze Familie an der Herstellung der Masken beteiligt, mit Kindern vom Kleinkindesalter bis zum jungen Erwachsenen - in verschiedenen Abschnitten. Am Tisch modellieren die kleineren Kinder unterschiedlichen Alters Masken in Ton, der älteste Knabe schon sehr geübt und sicher in jedem Handgriff. Im folgenden Abschnitt arbeitet der Vater aus einem Stamm mit der Axt die Rohform einer Maske heraus. Dann sieht man - im Schnitt verzahnt - den Vater bei der ersten Bearbeitung des Blocks mit Schnitzeise, im selben Raum einen der älteren Söhne bei der Feinbearbeitung einer Maske und inmitten der Späne auf einem Sessel sitzend einen kleineren Jungen, der eine Semmel verschlingt; ein anderer trägt im Spiel eine Maske. Die Mutter bringt Jause und strickt; und so fort. Häufig in Nahaufnahmen, im Wechsel mit weiteren Perspektiven, variiert der Rhythmus des Schnittes sehr stark: von der hartnäckigen Verfolgung eines Vorganges über einige Minuten zum Springen zwischen verschiedenen Arbeitsschritten, die (vermutlich) gleichzeitig von mehreren Familienmitgliedern ausgeführt werden. Und dazwischen immer wieder die Kinder im Spiel und zuschauend, wie sie in die Kunst der Maskenschnitzerei "hineinwachsen".
Ungewöhnlich unter der ethnografischen Filmen, die sich mit handwerklichen Tätigkeiten in Österreich beschäftigen, zeigt dieser eine ganze Familie an der Herstellung der Masken beteiligt, mit Kindern vom Kleinkindesalter bis zum jungen Erwachsenen - in verschiedenen Abschnitten. Am Tisch modellieren die kleineren Kinder unterschiedlichen Alters Masken in Ton, der älteste Knabe schon sehr geübt und sicher in jedem Handgriff. Im folgenden Abschnitt arbeitet der Vater aus einem Stamm mit der Axt die Rohform einer Maske heraus. Dann sieht man - im Schnitt verzahnt - den Vater bei der ersten Bearbeitung des Blocks mit Schnitzeise, im selben Raum einen der älteren Söhne bei der Feinbearbeitung einer Maske und inmitten der Späne auf einem Sessel sitzend einen kleineren Jungen, der eine Semmel verschlingt; ein anderer trägt im Spiel eine Maske. Die Mutter bringt Jause und strickt; und so fort. Häufig in Nahaufnahmen, im Wechsel mit weiteren Perspektiven, variiert der Rhythmus des Schnittes sehr stark: von der hartnäckigen Verfolgung eines Vorganges über einige Minuten zum Springen zwischen verschiedenen Arbeitsschritten, die (vermutlich) gleichzeitig von mehreren Familienmitgliedern ausgeführt werden. Und dazwischen immer wieder die Kinder im Spiel und zuschauend, wie sie in die Kunst der Maskenschnitzerei "hineinwachsen".