Prophetische „Neujahrsrede eines Besoffenen von 1913“ über Kriegsende und Republiksgründung. Eine Neujahrsperspektive Anton Kuhs vom 1. Jänner 1925
Katalogzettel
| Titel | Prophetische „Neujahrsrede eines Besoffenen von 1913“ über Kriegsende und Republiksgründung. Eine Neujahrsperspektive Anton Kuhs vom 1. Jänner 1925 |
| Spieldauer | 00:02:02 |
| Mitwirkende |
Bronner, Gerhard [Interpret/in]
[GND
]
Wehle, Peter [Interpret/in] [GND ] Sobotka, Kurt [Interpret/in] [GND ] Krainer, Lore [Interpret/in] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Produzent] |
| Datum |
1978.11.12 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Humor ; Gesellschaft ; Politik Österreich ; Kabarett ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Österreich
|
|
20. Jahrhundert - 20er Jahre
|
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| Typ | video |
| Format |
DFFLV [Dateiformat: FLV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e07-01756_k02 |
| Medienart | FLV-Videodatei |
Information
Inhalt
Tondokument mit Untertitel
Zu Neujahr 1925 veröffentlichte Anton Kuh die Erinnerungen, die er an die Neujahrsrede eines Betrunkenen in einer Heurigenschank im Jahr 1913 bewahrt haben will. Die Rede des Betrunkenen dramatisierte die kabarettistische Radiosendung „Guglhupf“ für die Ausstrahlung am 12. November 1978, also zum 60. Jahrestag der Republik Deutsch-Österreich.
Der Betrunkene fantasiert eine ungeheuerliche Ereignisabfolge eines bis nach Amerika und Japan ausgreifenden Krieges, der vom Tod des alten Kaisers ausgelöst werde. Dabei werde auch Österreich zur Republik und bekomme einen „Sozi“ als Präsidenten. Kriegsereignisse, politische Umwälzungen, Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegsjahre purzeln in der wilden Rede des Betrunkenen in einer Geschwindigkeit und Absurdität durcheinander, dass sie auch noch, nachdem sie sich überwiegend ereignet hatten, völlig irrwitzig und unglaubwürdig erscheinen. Entsprechend machen sich die anderen Gäste der Heurigenschank über den Redner nur lustig. Anton Kuh lässt ihn sich in zunehmenden Blutrünstigkeiten ergehen, bis er einem Postbeamten die Frage in den Mund legt: „Und was wird mit die Beamten?“ Nach einem weiteren Schluck und einigem Nachdenken seufzt der Redner: „Die werden bleiben!“
Damit ist der satirische Text Anton Kuhs von 1925 jenes Zeugnis in dieser Webausstellung, das am deutlichsten die Kontinuität zwischen Monarchie und Republik benennt.
Zu Neujahr 1925 veröffentlichte Anton Kuh die Erinnerungen, die er an die Neujahrsrede eines Betrunkenen in einer Heurigenschank im Jahr 1913 bewahrt haben will. Die Rede des Betrunkenen dramatisierte die kabarettistische Radiosendung „Guglhupf“ für die Ausstrahlung am 12. November 1978, also zum 60. Jahrestag der Republik Deutsch-Österreich.
Der Betrunkene fantasiert eine ungeheuerliche Ereignisabfolge eines bis nach Amerika und Japan ausgreifenden Krieges, der vom Tod des alten Kaisers ausgelöst werde. Dabei werde auch Österreich zur Republik und bekomme einen „Sozi“ als Präsidenten. Kriegsereignisse, politische Umwälzungen, Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegsjahre purzeln in der wilden Rede des Betrunkenen in einer Geschwindigkeit und Absurdität durcheinander, dass sie auch noch, nachdem sie sich überwiegend ereignet hatten, völlig irrwitzig und unglaubwürdig erscheinen. Entsprechend machen sich die anderen Gäste der Heurigenschank über den Redner nur lustig. Anton Kuh lässt ihn sich in zunehmenden Blutrünstigkeiten ergehen, bis er einem Postbeamten die Frage in den Mund legt: „Und was wird mit die Beamten?“ Nach einem weiteren Schluck und einigem Nachdenken seufzt der Redner: „Die werden bleiben!“
Damit ist der satirische Text Anton Kuhs von 1925 jenes Zeugnis in dieser Webausstellung, das am deutlichsten die Kontinuität zwischen Monarchie und Republik benennt.
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Art der Aufnahme
Verortung in der digitalen Sammlung
Schlagworte
Humor , Gesellschaft , Politik Österreich , Kabarett , Radiosendung-SendematerialTeil der Sammlung
Sammlung ORFDas Medium in Onlineausstellungen
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