Weiningers Nacht - 23. Jänner 2006
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Inhalt
Der Philosoph, jüdische Antisemit und Frauenhasser Otto Weininger erschießt sich in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1903 in Beethovens Sterbehaus in Wien – wenige Monate nach Erscheinen seines Aufsehen erregenden Buches Geschlecht und Charakter, in dem er eine philosophisch-psychologische Theorie der Geschlechter entwickelt und seine These von der Unterlegenheit des Weibes gegenüber dem Manne mit einer quälenden Aversion gegen seine eigene jüdische Herkunft verbindet. Weininger entsagt in seinem kurzen Leben allem, was die Menschen Glück nennen, um so aus der weiblich-jüdischen Weltordnung auszubrechen: Ich kann nur wehtun. Ich hasse jeden, der mich liebt.
Sobols Kolportagestück analysiert den Selbsthass und die Selbstzerstörung Weiningers im Speziellen und das menschlich Abgründige doktrinärer Ideologie im Allgemeinen. Weiningers Selbstmord war – ganz im Sinne eines Gesamtkunstwerks – Teil seines Buches, die letzte Konsequenz, Bestätigung und Dementi zugleich.
Sobols Kolportagestück analysiert den Selbsthass und die Selbstzerstörung Weiningers im Speziellen und das menschlich Abgründige doktrinärer Ideologie im Allgemeinen. Weiningers Selbstmord war – ganz im Sinne eines Gesamtkunstwerks – Teil seines Buches, die letzte Konsequenz, Bestätigung und Dementi zugleich.