Erbarmungslos: Jack Unterweger - Der Gefängnis-Poet

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Katalogzettel

Titel Erbarmungslos: Jack Unterweger - Der Gefängnis-Poet
Titelzusatz Im Brennpunkt Verbrechen
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2020.03.05 [Sendedatum]
2018 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; Straftaten ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-17786

Information

Inhalt

Innerhalb von einem Jahr werden in Österreich, Tschechien und in den USA elf Prostituierte ermordet. Was keiner ahnt: hinter der Mordserie steckt der Österreicher Jack Unterweger (1950-1994).

Am 1. Juni 1976 wurde Jack Unterweger am Landesgericht Salzburg wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und wurde aufgrund seiner besonderen Gefährlichkeit in der Justizanstalt Stein inhaftiert. Während der Haft begann Unterweger Gedichte, Erzählungen, autobiografische Romane und Gutenachtgeschichten für „Das Traummännlein kommt“ des ORF zu schreiben. 1989 wurde er mit dem Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene ausgezeichnet.

Von der österreichischen Kulturszene wurde er als Paradebeispiel für eine gelungene Resozialisierung präsentiert. Eine Petition zahlreicher Intellektueller wie Erich Fried, Barbara Frischmuth, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Günther Nenning, Günter Grass, Erika Pluhar uam. führt zur vorzeitigen Entlassung von Unterweger.

Der Serienmörder war jetzt ein gern gesehener Gast auf Partys und der Liebling der Wiener Schickeria. Sechs Monate nach seiner Freisetzung begann eine Serie von Morden an Prostituierten in Prag, Graz, Lustenau, Wien und Los Angeles. Alle Frauen wurden auf die gleiche Weise getötet: der Täter band ihre Unterwäsche zu einem Henkersknoten und strangulierte sie. Unterweger wurde verdächtigt und floh in die USA, wo er am 27. Februar 1992 vom FBI in Miami festgenommen wurde. Am 29. Juni 1994 wurde Unterweger vom Geschworenengericht wegen neunfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Nacht nach dem Urteil erhängte er sich in der Justizanstalt Graz-Jakomini mit der Kordel seiner Jogginghose. Der Knoten der Kordel wies die gleichen komplizierten Merkmale wie bei den Opfern der Mordserie auf... .

Kaum einem Serienmörder ist es gelungen, die Öffentlichkeit so zu täuschen wie Jack Unterweger. Profiler Stephan Harbort und Psychologin Lydia Benecke analysieren, wie es Jack Unterweger gelungen ist, sein Doppelleben so lange aufrechtzuerhalten und im Verborgenen seinem mörderischen Verlangen nachzugehen.
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