Der Nachbar, das unbekannte Wesen. Ein akustisches Tagebuch von einem, der es genau wissen wollte
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Der Nachbar, das unbekannte Wesen. Ein akustisches Tagebuch von einem, der es genau wissen wollte |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Huainigg, Franz-Joseph [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1994.12.17 [Sendedatum] 1992.05.09 [Erst-Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Feature ; Urbaner Raum ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Klagenfurt, Fischl
|
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33531 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Desto näher man in Städten aneinander gerückt wird, desto weiter entfernt man sich von dem anderen. Der Nachbar - einst Helfer und Tauschpartner, mit dem man auch das eine oder andere Problem besprach - wird zum unbekannten Wesen. Das Klagenfurter Hochhaus in der Siedlung Fischl steht als Symbol für die heutige schnellebige Zeit, in der sich alle Kommunikation auf den Gruß "Tag!" reduziert. Nachbarn vereinsamen in ihren Wohnungen, die sie nie verlassen. Nachbarn stürzen sich aus dem Fenster des 11. Stocks. Nachbarn werden verwünscht, wenn sie Kinder haben. Nachbarn stören, wenn sie fernsehen oder nach 22 Uhr duschen. Man spricht nicht mit seinen Nachbarn, man belauscht und beobachtet sie. Und spricht man doch, dann wird über das in Erfahrung Gebrachte mit Lift-, Bankerl-, Vorhausbekanntschaften - oder mit dem Dackel getratscht. Gemeinsam wird man nur aktiv, wenn es darum geht, die Kakerlaken des Nachbarn zu vernichten. Fischl ist reale Wirklichkeit, muß man erkennen.