Da capo, da capo. Von der Musikpflege zu klingender Münze (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Da capo, da capo. Von der Musikpflege zu klingender Münze (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Leßner, Regina [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.01.18 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Wirtschaft ; Musik ; E-Musik ; Feature ; Werbung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33679 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Ob für Diamanten, Schokolade, Autos oder Käse - seit einiger Zeit setzen Werbefilmhersteller auf Klassik. Klassische Musik, so die Werber, veredele auch profane Produkte und spreche mehr als Popmusik die Emotionalität an. Wissenschaftliche Grundlage war ein Experiment mit sechzig Mäusen. Die mit Rachmaninow stimulierten Nager reagierten kommunikativer und sexuell aktiver. Also hat man Schokolade als "Rendezvous der Sinne" mit Carl Orffs "Carmina burana" heißgemacht - und höhere Umsätze erziehlt. Bei Steffi Grafs Nudel-Show muß Erik Satie herhalten, und Edvard Grieg erweist sich als ideal für Weichkäse. Die zusammengestückelten Klassiker haben natürlich auch ihre Feinde. Mit gefälschten Tönen und gerafften Takten werden oft ganze Sinfonien auf dreißig Sekunden gepreßt. Musikliebhabern dreht es den Magen um, wenn Ihnen Mozart, Bach, Händel, Wagner oder Verdi als Trailer aus dem Wohnzimmer entgegenschallen. Die Branche aber hat im letzten Jahr mit Klassikmusik-Marketing allein in Deutschland 33 Milliarden umgesetzt.