Die Michaelergruft
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Aus dem Rahmen
Katalogzettel
| Titel | Die Michaelergruft |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Hohenlohe, Karl [Präsentator/in]
[GND
]
ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.11.06 [Sendedatum] 2018 [Jahr des Copyright] |
| Ort |
Wien, Michaelerkirche [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Kultur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-17673 |
| Gesamtwerk/Reihe | Aus dem Rahmen |
Information
Inhalt
Wer die Michaelerkirche durch das Portal am Wiener Michaelerplatz gegenüber der Hofburg betritt, erblickt zur rechten Seite ein Relief mit dem Abbild Wolfgang Amadeus Mozarts. Kurz nach dessen Tod (5. Dezember 1791) wurde in der Michaelerkirche eine Seelenmesse abgehalten, die von seinen Freunden und Wegbegleitern finanziert wurde. Die Original-Rechnung befindet sich auch heute noch in den Archiven der Salvatorianer, die die Pfarre seit 1923 betreuen. Damals soll es auch zur Uraufführung von Teilen des „Requiems“ gekommen sein, so schrieb etwa eine damalige Zeitung: „Herr Schickaneder hat für den verstorbenen die Exequien halten lassen, wobey das Requiem welches er in seiner letzten Krankheit komponiert hatte, exequiert wurde“.
Ihre Funktion als Bestattungsort behielt die Michaelerkirche mitsamt ihrer ausladenden Gruft bis ins Jahr 1784 und den josefinischen Reformen, die Bestattungen innerhalb der Stadtmauern untersagten. Etwa 4000 Menschen wurden in den rund 400 Jahren davor in der Gruft beigesetzt; Hochadel, verdienstvolle Beamte und gehobenes Bürgertum konnten, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, hier die letzte Ruhestätte finden.
Als die Barnabiten im Jahr 1920 die Michaelerkirche verließen und an den Salvatorianer-Orden übergaben, sollen sich die Knochen, Särge und menschlichen Überreste bis an die Decke der Gruft gestapelt haben. Dass Andy Warhol, als er von Andre Heller 1979 einmal in die Gruft geführt wurde, den Ort für ein barockes Kunstwerk gehalten und beim Erkennen seines Irrtums Reißaus genommen haben soll, ist eine jener Geschichten, die die Michaelergruft leicht zu einem Ort des morbiden Wiens werden ließe.
Karl Hohenlohe besichtigt gemeinsam mit Historiker Oskar Ters eine der größten Grabstätten im Zentrum Wiens, spricht mit Pater Peter van Meijl in den Räumen des Klosters über die Unterschiede der Bestattung zwischen damals und heute, und geht gemeinsam mit dem Direktor des Wiener Mozarthauses Gerhard Vitek dem Rätsel rund um Mozarts Requiem auf die Spur.
Ihre Funktion als Bestattungsort behielt die Michaelerkirche mitsamt ihrer ausladenden Gruft bis ins Jahr 1784 und den josefinischen Reformen, die Bestattungen innerhalb der Stadtmauern untersagten. Etwa 4000 Menschen wurden in den rund 400 Jahren davor in der Gruft beigesetzt; Hochadel, verdienstvolle Beamte und gehobenes Bürgertum konnten, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, hier die letzte Ruhestätte finden.
Als die Barnabiten im Jahr 1920 die Michaelerkirche verließen und an den Salvatorianer-Orden übergaben, sollen sich die Knochen, Särge und menschlichen Überreste bis an die Decke der Gruft gestapelt haben. Dass Andy Warhol, als er von Andre Heller 1979 einmal in die Gruft geführt wurde, den Ort für ein barockes Kunstwerk gehalten und beim Erkennen seines Irrtums Reißaus genommen haben soll, ist eine jener Geschichten, die die Michaelergruft leicht zu einem Ort des morbiden Wiens werden ließe.
Karl Hohenlohe besichtigt gemeinsam mit Historiker Oskar Ters eine der größten Grabstätten im Zentrum Wiens, spricht mit Pater Peter van Meijl in den Räumen des Klosters über die Unterschiede der Bestattung zwischen damals und heute, und geht gemeinsam mit dem Direktor des Wiener Mozarthauses Gerhard Vitek dem Rätsel rund um Mozarts Requiem auf die Spur.