Die geheime Hausapotheke der Habsburger
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erbe Österreich
Katalogzettel
| Titel | Die geheime Hausapotheke der Habsburger |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ORF 3 [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2020.03.17 [Sendedatum] 2019 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-17764 |
| Gesamtwerk/Reihe | Erbe Österreich |
Information
Inhalt
Hanfzigaretten gegen Asthma und Kokainzäpfchen gegen Schlafstörungen gehörten zu den Behandlungen im 19. Jahrhundert. Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren der medizinischen Standards in der Kaiserzeit.
Liest man in den Rezeptbüchern des Wiener Hofes, so erschließen sich aus den dortigen Eintragungen nicht nur die Kranken-, sondern auch die Lebensgeschichten der Habsburger. Die scheinheilige Doppelmoral hatte schwere Konsequenzen und die horrende Zahl der mit einer Geschlechtskrankheit Infizierten war erschreckend. Syphilis und Gonorrhö traten quer durch alle Gesellschaftsschichten auf, Kaiserhaus und Adel, Bürgertum, Militär, Dienstpersonal und Proletariat waren gleichermaßen davon betroffen. 1879 registrierte man in den Wiener Spitälern 8107 Fälle von Syphilis, knapp zwei Prozent der Bevölkerung.
Die Dokumentation beschäftigt sich mit der kränkelnden Seite der mächtigen Habsburger-Dynastie. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht das Haus-, Hof- und Staatsarchiv. Dort durchstöbern wir die kaiserliche Hofapotheke und begeben uns auf die Spuren des einen oder anderen kuriosen Rezepts: Hanfzigaretten gegen Asthma, Kokainzäpfchen gegen Schlafstörungen. Abseits davon werfen wir einen Blick auf den medizinischen Standard Anfang des 19. Jahrhunderts und zeigen auf, dass eine gute medizinische Grundversorgung lange nicht allen Bevölkerungsschichten zugänglich war.
Liest man in den Rezeptbüchern des Wiener Hofes, so erschließen sich aus den dortigen Eintragungen nicht nur die Kranken-, sondern auch die Lebensgeschichten der Habsburger. Die scheinheilige Doppelmoral hatte schwere Konsequenzen und die horrende Zahl der mit einer Geschlechtskrankheit Infizierten war erschreckend. Syphilis und Gonorrhö traten quer durch alle Gesellschaftsschichten auf, Kaiserhaus und Adel, Bürgertum, Militär, Dienstpersonal und Proletariat waren gleichermaßen davon betroffen. 1879 registrierte man in den Wiener Spitälern 8107 Fälle von Syphilis, knapp zwei Prozent der Bevölkerung.
Die Dokumentation beschäftigt sich mit der kränkelnden Seite der mächtigen Habsburger-Dynastie. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht das Haus-, Hof- und Staatsarchiv. Dort durchstöbern wir die kaiserliche Hofapotheke und begeben uns auf die Spuren des einen oder anderen kuriosen Rezepts: Hanfzigaretten gegen Asthma, Kokainzäpfchen gegen Schlafstörungen. Abseits davon werfen wir einen Blick auf den medizinischen Standard Anfang des 19. Jahrhunderts und zeigen auf, dass eine gute medizinische Grundversorgung lange nicht allen Bevölkerungsschichten zugänglich war.