Typisch Österreich
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Katalogzettel
| Titel | Typisch Österreich |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Twaroch, Johannes
[GND
]
Herrman, Bernhard [Gestaltung] Faerber, Peter [Sprecher/in] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2003.07.04 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Literatur ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-34149 |
| Gesamtwerk/Reihe | Beispiele |
Information
Inhalt
Das Buch ist ein Dichterspiegel in rund fünfhundert Anekdoten. Es will keine Literaturgeschichte ersetzen, wird sie aber vielleicht ergänzen. Dichter sind keine Halbgötter, die über den Wolken schweben, sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Eine einzige Anekdote kann, wie schon Theodor Fontane wusste, indem sie das Allzumenschliche darstellt, unter Umständen zur Charakterisierung eines Autors, einer Autorin mehr beitragen, als manches erschöpfende germanistische Seminar. Wer eine Anekdote erzählt, weiß oft selbst nicht, woher er sie hat. Denn für Anekdoten besteht kein Urheberrecht. Sie sind sozusagen vogelfrei. Manche sind allerdings schon so oft weitererzählt worden, dass sie allein dadurch bereits die Patina der Wahrheit angesetzt haben. Und so sind sie denn aufgereiht wie die Perlen einer Schnur, die köstlichen Geschichten, von Saphir und Nestroy über Jung-Wien, und Jung-Prag, bis zu Lebenskünstlern wie Anton Kuh und Egon Friedell, die ihr Leben als eine Aneinanderreihung von Gelegenheiten zur Anekdote aufgefasst haben, endend bei ihren Schülern Torberg und Weigel und dem Hawelka-Klima der Nachkriegszeit (Aus: Johannes Twaroch: "Typisch Österreich". Literatur in Anekdoten; Amalthea).